Zum Hauptinhalt springen

«Demokratie ist, wenn das Volk die Regierung kontrolliert»

Aung San Suu Kyi verbrachte 15 der letzten 21 Jahre in Haft oder im Hausarrest. Nach ihrer Freilassung hielt die burmesische Oppositionsführerin bereits wieder eine Rede.

In ihrer ersten Rede seit sieben Jahren hat die freigelassene burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ihre Rückkehr in die Politik des südostasiatischen Landes angekündigt.

Sie werde mit «allen demokratischen Kräften» zusammenarbeiten, sagte Suu Kyi am Sonntag vor Anhängern am Sitz ihrer Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) in Rangun. «Ich möchte der Stimme des Volkes Gehör verschaffen, und dann entscheiden wir über das, was wir machen wollen.»

Das Volk soll die Regierung kontrollieren

«Ich glaube an die Menschenrechte und den Rechtsstaat», sagte die Friedensnobelpreisträgerin. «Grundlage der demokratischen Freiheit ist die Meinungsfreiheit», sagte Suu Kyi vor Tausenden Anhängern weiter. «Demokratie ist, wenn das Volk die Regierung kontrolliert.»

Die 65-Jährige rief ihre Anhänger dazu auf, die Hoffnung auf einen Wandel im vom Militär abgeschotteten Land nicht aufzugeben. «Wir müssen dafür einstehen, was richtig ist», sagte sie in einer von Beobachtern als kämpferisch eingeschätzten Rede.

Sie wolle sich zudem dafür einsetzen, die Lebensbedingungen in Burma zu verbessern. Suu Kyi machte deutlich, «keinen Groll» gegenüber der Militärjunta zu hegen, die sie eingesperrt hatte.

Suu Kyi war am Samstag aus dem Hausarrest entlassen worden. Von den vergangenen 21 Jahren hatte sie mehr als 15 Jahre in Haft oder im Hausarrest zugebracht. Vor ihrer Rede war Suu Kyi mit ausländischen Diplomaten zusammengetroffen.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch