Zum Hauptinhalt springen

Haftbefehl gegen Thailands ex-Premier Thaksin

Der frühere Machthaber des Landes befindet sich seit dem Militärputsch im Exil. Vorzugsweise in Montenegro.

Wird für den jüngsten Aufstand der Rothemden verantwortlich gemacht: Thaksin Shinawatra.
Wird für den jüngsten Aufstand der Rothemden verantwortlich gemacht: Thaksin Shinawatra.
Keystone

Ein Strafgericht in Bangkok hat am Dienstag einen Haftbefehl gegen den flüchtigen thailändischen Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra erlassen. Ihm wird im Zusammenhang mit den gewaltsamen Unruhen der vergangenen Wochen Terrorismus vorgeworfen.

Es gebe «genügend Beweise», um Thaksin zu verhaften, erklärte Naras Savestanan, der stellvertretende Chef der Ermittlungsbehörde (DSI). Die Regierung verdächtigt den Milliardär, die Proteste finanziert und koordiniert zu haben.

Ausgangssperre verlängert

Die nächtliche Ausgangssperre in Thailand wurde bis Samstag verlängert. Dies kündigte die Regierung am Dienstag an. Sie gilt jeweils von Mitternacht bis vier Uhr morgens für die Hauptstadt Bangkok und zahlreiche Provinzen. Das Ausgangsverbot wurde vergangene Woche erstmals verhängt, um gewaltsame Unruhen im Land zu verhindern.

Die weltweiten Verstrickungen des schillernden ex-Premiers und Geschäftsmanns Thaksin bleiben genauso mysteriös wie der Grund für seines Verbleibs in Montenegro. In Grossbritannien und Deutschland wurde der kapitalkräftige Flüchtling nach seiner Verurteilung zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs in Thailand zwar zum unerwünschten Gast. Doch zumindest bei der Regierung des kriselnden Tourismuslandes Montenegro erfreut sich der von Interpol gesuchte ex-Premier, der auch die Staatsbürgerschaft Nicaraguas und Ugandas besitzen soll, offenbar ungebrochener Wertschätzung.

SDA/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch