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Helfer aus Italien in Afghanistan wieder frei

Gut eine Woche nach ihrer Festnahme wegen des Vorwurfs der Beteiligung an Anschlagsplänen sind in Afghanistan drei humanitäre Helfer aus Italien wieder auf freiem Fuss.

Ihre Freilassung sei nach «intensiven diplomatischen Bemühungen» erreicht worden, «ohne unsere Solidarität mit den afghanischen Behörden oder der internationalen Koalition in Frage zu stellen», teilte der italienische Aussenminister Franco Frattini am Sonntag mit.

Die drei Italiener arbeiten für die Hilfsorganisation Emergency in Afghanistan und waren vor acht Tagen zusammen mit sechs afghanischen Kollegen festgenommen worden. In ihrem Spital in Lashkar Gah in der südafghanischen Provinz Helmand hatten Sicherheitskräfte Sprengstoffwesten und Waffen beschlagnahmt.

Die afghanischen Behörden warfen den Festgenommenen vor, im Auftrag der radikalislamischen Taliban Anschläge geplant zu haben. Als ein Anschlagsziel sollen sie den Gouverneur von Helmand im Auge gehabt haben.

Die Hilfsorganisation Emergency wurde 1994 in Mailand gegründet und ist seit elf Jahren in Afghanistan aktiv. Am Samstag waren tausende Menschen in Rom für die Freilassung der drei Italiener auf die Strasse gegangen.

Die Organisation hat ein gespanntes Verhältnis zu den örtlichen Behörden, weil sie darauf besteht, alle Bedürftigen zu behandeln, darunter auch Taliban-Kämpfer.

SDA/vin

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