Zum Hauptinhalt springen

Keine Neuwahlen in Thailand

Die Rothemden halten Bangkoks Geschäftsviertel weiterhin besetzt. Nun droht dem Versöhnungsplan das Aus.

Unversöhnlicher Prozess: Eine Thaksin-Anhängerin im Geschäftsviertel von Bangkok.
Unversöhnlicher Prozess: Eine Thaksin-Anhängerin im Geschäftsviertel von Bangkok.
Keystone

Angesichts der andauernden Proteste der sogenannten Rothemden in Thailand hat die Regierung damit gedroht, die für November geplanten Wahlen abzusagen. Die oppositionellen Demonstranten hätten sich nur mündlich mit dem Versöhnungsplan von Regierungschef Abhisit Vejjajiva einverstanden erklärt, ohne auch ein Ende ihrer Proteste zu beschliessen, sagte ein ranghoher Regierungsvertreter am Donnerstag in Bangkok. «Es ist daher unmöglich, die Wahlen wie vorgesehen zu organisieren.»

Abhisit hatte in der vergangenen Woche dem Druck der Rothemden nachgegeben und für Mitte November Neuwahlen vorgeschlagen. Seine Gegner erklärten sich im Grundsatz mit dem Versöhnungsplan einverstanden, verknüpften ihn jedoch mit immer neuen Forderungen. Am Mittwoch liessen sie ein Ultimatum Abhisits verstreichen, der ein Ende der Blockade des Zentrums von Bangkok durch die Rothemden gefordert hatte.

Kein Vorgehen gegen Besetzer

Die Ankündigung, den seit zwei Monaten im zentralen Geschäftsviertel der Hauptstadt ausharrenden Demonstranten Strom und Wasser abzustellen, werde jedoch nicht umgesetzt, teilte ein Regierungsbeamter in der Nacht zum Donnerstag mit. Ausländische Diplomaten, die in dem Viertel arbeiteten, und auch Anwohner hätten gegen das Vorhaben protestiert.

SDA/jak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch