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Nordkorea plant wieder Raketenstart

Pyongyang will nächsten Monat einen Beobachtungssatelliten ins All schiessen. Vor drei Jahren wurde dem Regime bei einer ähnlichen Aktion vorgeworfen, lediglich eine Langstreckenrakete getestet zu haben.

Sorgte für Empörung: Vier Bilder des Starts einer Unha-2-Rakete. (Veröffentlicht von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 9. April 2009)
Sorgte für Empörung: Vier Bilder des Starts einer Unha-2-Rakete. (Veröffentlicht von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 9. April 2009)
AFP

Nordkorea hat für kommenden Monat den Start eines Satelliten ins All angekündigt. Die Trägerrakete soll zwischen dem 12. und 16. April in den Weltraum geschossen werden, wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA heute meldete.

Der Start ist zu Ehren des verstorbenen Führers Kim Il Sung gedacht, der in diesem Jahr einhundert Jahre alt geworden wäre. Kommt es zu dem Start der Unha-3-Rakete mit dem Beobachtungssatelliten Kwangmyongsong-3 im Gepäck, wäre dies eine Verletzung einer UN-Resolution, die nach einem nordkoreanischen Raketenstart 2009 gefasst worden war.

Spannungen nach früherem Raketenstart

Damals hatte Pyongyang angegeben, einen Satellit ins All befördert zu haben, andere Staaten gingen von einem reinen Langstreckenraketentest aus und reagierten besorgt angesichts des Atomprogramms des Landes.

Erst Ende Februar hatte Nordkorea im Streit um sein Atomprogramm eingelenkt und ein Atommoratorium erklärt. Die Einigung könnte den Weg zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm ebnen. Pyongyang hatte die Verhandlungen im April 2009 abgebrochen und anschliessend zum zweiten Mal eine Atombombe getestet.

Die Reaktion der USA

Das US-Aussenministerium hat den geplanten Satellitenstart als in hohem Masse provokativ kritisiert. Das Land verstosse mit dem am Freitag angekündigten Start gegen ein im vergangenen Monat vereinbartes Moratorium. Der Start könne das Abkommen mit Washington gefährden, das die Lieferungen von Nahrungsmittel im Gegenzug für einen Teststopp vorsehe, hiess es.

AFP/rub

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