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Täuscht Kim Denuklearisierung nur vor?

Trotz seines Bekenntnisses zur atomaren Abrüstung beim Singapurer Gipfel soll Nordkorea sein Atomwaffenprogramm heimlich weiter betreiben.

Soll laut verschiedenen Berichten will Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht aufgeben: Machthaber Kim Jong-un beim Besuch einer Armeeeinheit. (Archiv)
Soll laut verschiedenen Berichten will Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht aufgeben: Machthaber Kim Jong-un beim Besuch einer Armeeeinheit. (Archiv)
Digitalglobe, AFP

Nordkorea habe die Absicht, einen Teil seines atomaren Materials zu behalten und Produktionsstätten vor den USA zu verstecken, berichtete die «Washington Post» am Samstag unter Berufung auf US-Verantwortliche. Es gebe Hinweise auf geheime Produktionsstätten und die Entwicklung von Methoden in Nordkorea zur Verschleierung der Herstellung von Atomwaffen.

Zuvor hatte bereits der US-Fernsehsender NBC berichtet, Nordkorea weite seine Produktion von atomarem Brennstoff für den Bau von Atomwaffen aus. Dafür würden mehrere geheime Produktionsstätten genutzt. Nordkorea wolle den USA «jede Konzession abknöpfen», die möglich sei, ohne sein Atomwaffenprogramm tatsächlich aufzugeben, berichtete NBC unter Berufung auf Geheimdienstvertreter.

Es gebe «keinen Beweis», dass Nordkorea seinen Atomwaffenbestand reduziere oder seine Produktion zurückgefahren habe, sagte laut NBC ein US-Regierungsvertreter. Es gebe hingegen «absolut eindeutige Beweise», dass Pyongyang versuche, die USA zu täuschen.

Pompeo vor Treffen mit Kim

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte bei dem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump am 12. Juni in Singapur in die komplette atomare Abrüstung seines Landes eingewilligt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmassnahmen wurden jedoch nicht genannt, weshalb die Vereinbarung von vielen Seiten als zu vage kritisiert wird.

Aufnahmen von DigitalGlobe sollen die Zerstörung beweisen.
Aufnahmen von DigitalGlobe sollen die Zerstörung beweisen.
DigitalGlobe, Keystone
Ausländische Journalisten sollen der Sprengung beigewohnt haben.
Ausländische Journalisten sollen der Sprengung beigewohnt haben.
DigitalGlobe, Keystone
Südkoreanische Journalisten nach ihrer Ankunft in Wonsan, Nordkorea.
Südkoreanische Journalisten nach ihrer Ankunft in Wonsan, Nordkorea.
News1/Pool, Reuters
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Die ursprüngliche Forderung der USA, die Denuklearisierung müsse auch «überprüfbar und unumkehrbar» sein, tauchte im Abschlussdokument nicht auf. Trump erklärte aber, der Prozess der «Denuklearisierung» werde «sehr, sehr schnell» beginnen. US-Aussenminister Mike Pompeo teilte kürzlich mit, er werde sich demnächst erneut mit Kim treffen, um die Details zu Nordkoreas atomarer Abrüstung zu besprechen.

Vor dem Gipfel hatte Nordkorea in einem als Zeichen des guten Willens dargestellten Schritt sein Atomtestgelände Punggye Ri unbrauchbar gemacht hatte. Auf dem Gelände waren alle von Nordkorea gemeldeten sechs Atomtests vorgenommen worden.

SDA/nag

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