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Sieben Dinge, die unser China-Korrespondent noch tun wollte

Unser Autor war vierzehn Jahre Journalist in China. Beim Abschied bleibt vor allem eine Erkenntnis: Das Land hat sich radikal verändert.

Ist es überhaupt möglich, dass das hier menschengemacht ist? Die Chinesische Mauer in der Nähe von Peking. Foto: Getty Images
Ist es überhaupt möglich, dass das hier menschengemacht ist? Die Chinesische Mauer in der Nähe von Peking. Foto: Getty Images

Sag mal, glaubst du, dass sie mich noch liebt?» Wang Lian blickte mich an. «Nein», sagte ich zum wiederholten Male. Er starrte an mir vorbei ins Leere, wie so oft in den vergangenen Monaten. Dann richtete er sich auf. «Und wann interviewst du endlich mich? Ich habe etwas zu erzählen!», rief er, das Paar am Nebentisch drehte sich um. «Von der Liebe und von diesem Land.» Wang Lian litt an beidem, und ich litt mit ihm: Wang Lian war mein ältester Freund in dieser Stadt. Wir haben zusammen gewohnt, zusammen die Chinesische Mauer erklommen, zusammen auf dem Eis des Hinteren Sees deutschen Glühwein gekocht. Nun verbrachten wir meine letzten Tage in diesem Land zusammen. Es könnte ihn in Gefahr bringen, würde ich seine Klagen über China mit seinem echten Namen zitieren, Wang Lian ist ein Pseudonym.

Kai Strittmatter war insgesamt 14 Jahre lang in China als Korrespondent tätig. Foto: Archiv
Kai Strittmatter war insgesamt 14 Jahre lang in China als Korrespondent tätig. Foto: Archiv

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