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Südkorea unternimmt noch einen Versuch

Seoul bietet der nordkoreanischen Regierung Gespräche an, um den gemeinsamen Industriekomplex Kaesong wieder in Betrieb zu nehmen. Ein möglicher Termin wäre bereits am Samstag.

Im April hatte Pyongyang über 50'000 Arbeiter abgezogen: Der Bus mit der südkoreanischen Delegation verlässt Kaesong. (14. August 2013)
Im April hatte Pyongyang über 50'000 Arbeiter abgezogen: Der Bus mit der südkoreanischen Delegation verlässt Kaesong. (14. August 2013)
Keystone
Kaesong soll wieder aufgehen: Kim Kiwoong, Vertreter Südkoreas, und Nordkoreas Park Chol Su schütteln sich die Hände. (14. August 2013)
Kaesong soll wieder aufgehen: Kim Kiwoong, Vertreter Südkoreas, und Nordkoreas Park Chol Su schütteln sich die Hände. (14. August 2013)
Keystone
Lieferung nicht möglich: Lastwagen kehren zurück. (3. April 2013)
Lieferung nicht möglich: Lastwagen kehren zurück. (3. April 2013)
AFP
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Südkorea hat der nordkoreanischen Regierung Gespräche über eine Wiedereröffnung der gemeinsamen Sonderwirtschaftszone Kaesong angeboten. In einer Nachricht an die Regierung in Seoul schlug das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium nach den Worten eines Sprechers am Donnerstag vor, jeweils drei Vertreter beider Seiten sollten sich am Samstag in Grenzort Panmunjom treffen.

Am Mittwoch hatte Nordkorea eine Hotline zwischen beiden Staaten wieder in Betrieb genommen und angekündigt, südkoreanische Geschäftsleute und Manager dürften Kaesong besuchen, um Vorkehrungen gegen mögliche Schäden an ihren Fabriken in der Regenzeit zu verhindern. Zuvor hatten zahlreiche südkoreanische Firmen gedroht, sich wegen der politischen Konflikte dauerhaft aus dem auf nordkoreanischem Territorium gelegenen Industriekomplex zurückzuziehen.

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel hatte sich im Frühjahr zugespitzt. Neben der Androhung von Atomangriffen auf die USA und Südkorea hatte Pyongyang im April dann auch die Industriezone Kaesong geschlossen, das wichtigste Symbol der «Sonnenscheinpolitik» für eine Annäherung beider koreanischer Staaten aus früheren Jahren. Die südkoreanischen Mitarbeiter, die dort 120 Firmen am Laufen halten, wurden abgezogen. Der Komplex ist nicht nur Arbeitsplatz für zehntausende Nordkoreaner, sondern auch eine wichtige Devisen-Einnahmequelle für das verarmte Land.

AFP/chk

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