Südkoreas Präsident fordert Friedens- statt Militärzone

Moon Jae-in will die militärische Pufferzone zwischen beiden koreanischen Staaten mithilfe der Vereinten Nationen in eine «internationale Friedenszone» verwandeln.

Den Vorschlag machte Moon Jae-in vor der UNO-Vollversammlung am Dienstag in New York. Foto: Keystone/AP/Seth Wenig

Den Vorschlag machte Moon Jae-in vor der UNO-Vollversammlung am Dienstag in New York. Foto: Keystone/AP/Seth Wenig

Vor der UNO-Vollversammlung in New York äusserte Südkoreas Präsident Moon Jae-in die Hoffnung, dass eine solche Friedenszone eingerichtet werden könne, sobald Nordkorea ernste Anstrengungen zur atomaren Abrüstung unternimmt. «Die Schaffung einer internationalen Friedenszone wird eine institutionelle und realistische Garantie für Nordkoreas Sicherheit sein», sagte Moon in Anspielung an Pyongyangs Forderungen an die USA nach glaubwürdigen Sicherheitsgarantien.

Moon hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un seit 2018 viermal getroffen, zwei bilaterale Gipfeltreffen im Grenzort Panmunjom in der demilitarisierten Zone (DMZ) und ein Gipfel in Pyongyang eingeschlossen. Beide hätten sich unter anderem auf den «friedlichen Nutzen» der DMZ geeinigt, sagte Moon.

380'000 Anti-Personenminen in der Pufferzone

Anders als in der Vergangenheit habe es seit der Unterzeichnung eines bilateralen Militärabkommens im September 2018 keine Konfrontation mehr gegeben. Die stark befestigte und zum grossen Teil noch verminte DMZ trennt die Koreanische Halbinsel seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950–1953) auf einer Breite von vier Kilometern und einer Länge von etwa 250 Kilometern.

Die südkoreanischen Streitkräfte würden etwa 15 Jahre brauchen, um die ca. 380'000 Anti-Personenminen in der DMZ zu beseitigen, sagte Moon. In Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft einschliesslich der UNO-Minenräumaktion würden Transparenz und Stabilität der Räumaktionen gewährleistet.

step/sda

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