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Video zeigt den tödlichen Angriff auf die Piraten

Nach der gewaltsamen Befreiung eines Frachters aus der Hand von Piraten hat die südkoreanische Marine ein Video des Einsatzes veröffentlicht. Die Soldaten gingen nicht zimperlich vor.

Südkoreaner machten kurzen Prozess: Bei dem Angriff wurden acht Piraten getötet. (Quelle: RT)

Auf dem Video ist zu sehen, wie Mitglieder einer Eliteeinheit an Bord des Frachtes gingen und Geiseln an Deck brachten. Die Aufnahmen zeigen auch zahlreiche Einschusslöcher in einer Seitenwand der «Samho Jewelry» sowie die an Deck knienden Piraten.

Bei dem Einsatz am Freitag wurde der Kapitän durch einen Bauchschuss verletzt, er befand sich aber nicht in Lebensgefahr, wie die südkoreanische Marine erklärte. Die anderen 20 Besatzungsmitglieder, von denen acht aus Südkorea stammten, blieben unverletzt, acht Piraten wurden getötet. Der Frachter stand seit einer Woche unter Kontrolle der Piraten. Am gleichen Tag befreite die malaysische Marine einen Chemietanker aus der Hand von Piraten und rettete 23 Besatzungsmitglieder. Sieben Piraten wurden festgenommen.

Menschliche Schutzschilde

Trotz der erfolgreichen Geiselbefreiungen lehnte der EU-Marineverband solche Einsätze ab. Die Sicherheit der Geiseln sei das wichtigste, erklärte der EU-Navor-Pressesprecher Oberstleutnant Paddy O'Kennedy. An der Anti-Piraterie-Operation «Atalanta» im Indischen Ozean vor der Küste Somalias sind auch Einheiten der Bundeswehr beteiligt. «Unsere Priorität ist die Sicherheit der Geiseln», sagte O'Kennedy. «Die Piraten benutzen die Geiseln als menschliche Schutzschilde, und wenn wir den Piraten zu nahe kommen, drohen sie, die Geiseln zu töten.»

Die Operation Atalanta ist ein multinationales Anti-Piratenprogramm der EU zum Schutz von Hilfslieferungen nach Somalia, der freien Seefahrt und zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias am Horn von Afrika im Golf von Aden. Derzeit haben somalische Piraten 29 Schiffe und 703 Geiseln in ihrer Gewalt.

dapd/bru

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