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Krieger, Kalifen, eine kühne Frau

Aufstand und Protest allenthalben, die arabische Welt bewegt sich wieder. Eine kurze Geschichte der Araber vom vorchristlichen König Gindibu über Ägyptens erste Feministin bis zum bedrängten Diktator Ghadhafi.

Üble Niederlage der Araber: Zerstörtes ägyptisches Flugzeug im Sechstagekrieg 1967.
Üble Niederlage der Araber: Zerstörtes ägyptisches Flugzeug im Sechstagekrieg 1967.
Keystone

230 Millionen Araber gibt es heute weltweit. Ihr Name rührt wohl vom semitischen Verb «nomadisieren» und kommt erstmals vor auf einer Inschrift des mesopotamischen Grossreiches Assyrien. 853 vor Christus zieht Assyriens Herrscher in die Schlacht von Karkara, er besiegt «Gindibu, König der Araber» samt 1000 Kamelkriegern. Die alten Araber gelten den Nachbarn als ungemütliches Reitervolk. Sie leben am grünen Rand der Arabischen Halbinsel und auf dieser in wenigen Städten, in Oasen, in der Wüste. Sie züchten Schafe und Kamele und unterhalten Handelskarawanen. Und sie verehren viele Götter, auf dem Boden des heutigen Saudiarabien etwa den Gott Hubal, dessen Statue zu Mekka eine rechte Hand aus Gold hat. Die Nachwelt weiss aus der Poesie viel über früharabische Lebensideale; Grosszügigkeit, Stammestreue, Todesmut sind demnach das Höchste. Spätere Generationen bewundern speziell die «Muallaqat», Oden, in denen einer zum Beispiel Teil um Teil sein Kamel zärtlich besingt. Ein anderer beklagt die kalte Asche, die allein vom weitergezogenen Stamm der Heissersehnten bleibt. «Haltet ein, wir wollen weinen in Erinnerung an die Geliebte und den Zeltplatz»: So klingt Romantik, die aus der Wüste kommt.

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