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Keine Krisensitzung in Bern – in Berlin schon

Die Schweizer Landesregierung beruft aufgrund der atomaren Probleme in Japan kein Treffen ein. Das Uvek hat Stellung bezogen bezüglich Vergleiche zu Schweizer AKWs.

Handeln unterschiedlich: Kanzlerin Angela Merkel (l.), Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.
Handeln unterschiedlich: Kanzlerin Angela Merkel (l.), Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.
Keystone

Nach den schweren Beschädigungen am japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sollten im Moment noch keine Vergleiche zu den Schweizer AKWs gezogen werden. Für die Schlussfolgerungen in Bezug auf die Sicherheit sei es zu früh, teilte des Uvek am Samstag mit.

Ebenso sei es noch nicht möglich, die Auswirkungen auf die künftige Energiepolitik der Schweiz abzuschätzen, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mit. Zu den Ausfällen in Japan werde der Bundesrat vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) auf dem Laufenden gehalten. Die Fachleute des ENSI hätten bereits am Freitagabend einen Sonderstab gebildet.

Anders als einige Nachbarländer hat der Bundesrat bis anhin keine Krisensitzung geplant, wie Bundesratssprecher André Simonazzi auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. «Wenn es aber eine ausserordentliche Sitzung braucht, wird eine solche einberufen.»

«Aussergewöhnlich schwierig»

Anders die deutsche Regierung: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der drohenden Atomkraftkatastrophe in Japan von einer «ungewöhnlichen, aussergewöhnlich schwierigen Situation» gesprochen. Auf einer Wahlkampfveranstaltung der rheinland-pfälzischen CDU in Frankenthal kündigte sie am Samstag zugleich Hilfe für Japan an, über die sie noch am Abend mit mehreren Bundesministern beraten wolle. Auch das Bundesumweltministerium werde Experten nach Japan entsenden.

Am Abend um 18 Uhr werde Merkel mit dem Bundesinnenminister, dem Aussenminister sowie dem Bundesumweltminister zusammentreffen. Dann werde beraten, «was wir als Hilfeleistung tun können», sagte Merkel. Es werde alles getan, um das grösstmögliche Mass an Sicherheit für alle Menschen zu erreichen, fügte sie hinzu. Zur Atomkraft in Deutschland äusserte die Kanzlerin sich zunächst nicht.

sda/afp/dapd/sam

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