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Massenflucht vor dem Tsunami

Nach der Tsunami-Warnung für den Pazifikraum haben sich Anwohner und Touristen auf der chilenischen Osterinsel in höher gelegene Gebiete begeben. Doch die grosse Welle schien zunächst auszubleiben.

Vor der Gefahr geflüchtet: Touristen am Flughafen nach der Tsunami-Warnung in Hanga Roa, Osterinsel. (11. März)
Vor der Gefahr geflüchtet: Touristen am Flughafen nach der Tsunami-Warnung in Hanga Roa, Osterinsel. (11. März)
Keystone
Alarmzustand: Ein Polizist wartet ebenso auf die Welle ...
Alarmzustand: Ein Polizist wartet ebenso auf die Welle ...
Reuters
Auf der Insel Oahu in Hawaii stürmen die Leute die Supermärkte.
Auf der Insel Oahu in Hawaii stürmen die Leute die Supermärkte.
Keystone
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Viele der Menschen hätten auf dem örtlichen Flughafen Zuflucht gefunden, der 45 Meter über dem Meeresspiegel liege, teilte der chilenische Innenminister Rodrigo Hinzpeter mit. Als Vorsichtsmassnahme wurde auch die Stromversorgung auf der Insel abgeschaltet. Fischer brachten ihre Boote in Sicherheit, in einem höher gelegenen Teil der Hauptinsel wurde eine Notunterkunft für mehr als 5.000 Inselbewohner und Touristen eingerichtet. Die einzige Stadt der Insel, Hanga Roa, wurde evakuiert.

Indes wurde vor der Osterinsel auch fast eine Stunde nach dem erwarteten Eintreffen der Tsunami-Welle um 21.00 Uhr (MEZ) keine besonderen Wellenaktivitäten verzeichnet. Inselbewohner, die den Wellengang aus sicherer Entfernung beobachteten, hätten nichts Ungewöhnliches gesehen, erklärte der frühere Gouverneur der Insel Sergio Rapu. Behörden teilten mit, die örtliche Tsunami-Warnung werde nach zwei Stunden aufgehoben.

Zuvor hatten lateinamerikanische Regierungen ihre Bürger aufgefordert, sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Ecuadors Präsident Rafael Correa rief den Notstand aus und befahl den Menschen auf den Galapagosinseln und entlang der Küste höher gelegenes Gelände aufzusuchen.

Ein Todesopfer in den USA

An den Küsten der Bundesstaaten Kalifornien und Oregon schlugen am Freitag Wellen in Höhe von bis zu 2,4 Metern auf. Im nordwestkalifornischen Bezirk Del Norte County starb ein 25-Jähriger, nachdem er von den Wellen ins Meer gerissen wurde. Er wollte mit einigen Freunden Fotos des ankommenden Tsunamis machen. In Crescent City und in Santa Cruz wurden Dutzende Boote beschädigt; sonst wurden jedoch keine grösseren Schäden gemeldet. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief jedoch für vier Küstenbezirke den Notstand aus.

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