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Erfurt, Winnenden und nun München

Der Amoklauf eines 18-jährigen Deutsch-Iraners in München hat über Deutschland hinaus Entsetzen ausgelöst. Es ist nicht das erste Mal. Die Chronologie.

22. Juli 2016: Der 18-jährige David Ali S. erschiesst in München neun Menschen. Am Tag danach legen Personen Blumen und Karten beim U-Bahn-Eingang des Olympia-Einkaufzentrums nieder. (23. Juli 2016)
22. Juli 2016: Der 18-jährige David Ali S. erschiesst in München neun Menschen. Am Tag danach legen Personen Blumen und Karten beim U-Bahn-Eingang des Olympia-Einkaufzentrums nieder. (23. Juli 2016)
Karl-Josef Hildenbrand, Keystone
10. Juli 2015: Bei einer Amokfahrt im fränkischen Landkreis Ansbach tötet ein 47-Jähriger zwei ältere Menschen. Nach zwei Stunden wird er bei einer Tankstelle gefasst.
10. Juli 2015: Bei einer Amokfahrt im fränkischen Landkreis Ansbach tötet ein 47-Jähriger zwei ältere Menschen. Nach zwei Stunden wird er bei einer Tankstelle gefasst.
Daniel Karmann, Keystone
1. November 1999: Ein 16-Jähriger schiesst in Bad Reichenhall  wahllos auf Passanten und tötet drei Menschen.
1. November 1999: Ein 16-Jähriger schiesst in Bad Reichenhall wahllos auf Passanten und tötet drei Menschen.
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Mit zehn Toten, einschliesslich des 18-Jährigen, erreicht die Tat fast schon die Dimension der Amokläufe von Winnenden und Erfurt.

10. Juli 2015: Ein 47-jähriger Mann erschiesst bei einer fast zweistündigen Amokfahrt im fränkischen Landkreis Ansbach eine 82-jährige Frau und einen 72 Jahre alten Fahrradfahrer, danach beschiesst oder bedroht er weitere Menschen, bevor er an einer Tankstelle gefasst wird. Ein Gutachter bescheinigt bei ihm eine «akute Psychose».

28. Februar 2014: Ein 48-jähriger Koch tötet in zwei Anwaltskanzleien in Düsseldorf und dem benachbarten Erkrath zwei Frauen und einen 54-jährigen Anwalt. Dann legt er in den Büroräumen Feuer und fährt zu einer Pizzeria nach Goch an der deutsch-niederländischen Grenze, um seine Ex-Chefin zu töten und deren Restaurant anzuzünden. Er wird überwältigt und sieben Monate später zu lebenslanger Haft verurteilt. Auslöser der Taten war laut Gericht ein Rachefeldzug gegen Anwälte, von denen er sich in einem Rechtsstreit mit seiner Ex-Chefin schlecht vertreten fühlte.

19. September 2010: Eine 41-jährige Rechtsanwältin erschiesst in Lörrach in Baden-Württemberg ihren von ihr getrennt lebenden Mann und erstickt ihren fünfjährigen Sohn, dann setzt sie die Wohnung in Brand. Bei ihrem anschliessenden Amoklauf in einem benachbarten Spital tötet sie einen 56-jährigen Pfleger, bevor sie selbst von der Polizei erschossen wird.

17. September 2009: Ein 18-Jähriger dringt mit Molotow-Cocktails, einem Beil und Messern bewaffnet in ein Gymnasium im mittelfränkischen Ansbach ein. Dabei verletzt er 15 Schüler und Lehrer, einige davon schwer. Er wird später wegen versuchten Mordes in 47 Fällen verurteilt.

11. Mai 2009: Ein geplanter Amoklauf einer 16-jährigen Schülerin an einem Gymnasium in Sankt Augustin wird gerade noch vereitelt. Bei der Vorbereitung der Bluttat wird die mit Molotowcocktails, einer Schreckschusswaffe und einem Kurzschwert bewaffnete Jugendliche auf der Schultoilette von einer 17-jährigen Mitschülerin überrascht. Die 16-Jährige attackiert sie mit dem Schwert und verletzt sie schwer. Die Täterin flieht, stellt sich aber später der Polizei.

1. März 2009: Bei einem Amoklauf in Baden-Württemberg sterben 16 Menschen. In einer Realschule in Winnenden erschiesst der 17-jährige Täter drei Lehrerinnen und neun Schüler, auf der Flucht tötet er drei Passanten, bevor er in einem Schusswechsel mit der Polizei selbst stirbt.

20. November 2006: Bei einem Amoklauf eines schwer bewaffneten Ex-Schülers einer Realschule in Emsdetten im Münsterland werden insgesamt 37 Menschen verletzt, sechs davon durch Schüsse des Täters. Der 18-Jährige zündet zudem mehrere selbst gebaute Rohrbomben und Rauchkörper, bevor er sich in dem Schulgebäude mit einem Kopfschuss selbst tötet.

26. April 2002: Ein 19-jähriger Amokläufer erschiesst 16 Menschen am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Zu den Opfern zählen zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Schulsekretärin und ein Polizist. Nach der Tat tötet sich der Schütze selbst.

1. November 1999: Ein 16-Jähriger schiesst in Bad Reichenhall aus seinem Elternhaus wahllos auf Passanten. Zwei sind sofort tot, einer stirbt später. Bevor er sich selbst tötet, bringt der Täter auch seine 18-jährige Schwester um. Er hatte die Waffen, aus denen er die tödlichen Schüsse abfeuerte, aus dem Waffenschrank seines Vaters geholt.

SDA/foa

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