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Berlin fahndet in der Schweiz nach Stasi-Vermögen

Zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR wird in Deutschland nach verschwundenem Auslandsvermögen des damaligen Regimes gesucht. Die Spur führt bis in die Schweiz.

Ein Kapitel, das noch lange nicht abgeschlossen ist: Bundeskanzlerin Merkel im Archiv der Behörde für Stasi-Unterlagen in Berlin.
Ein Kapitel, das noch lange nicht abgeschlossen ist: Bundeskanzlerin Merkel im Archiv der Behörde für Stasi-Unterlagen in Berlin.

Nach Informationen der «Berliner Zeitung» gibt es bei der Suche nach Vermögen von ehemaligen Stasi- und SED-Mitgliedern konkrete Hilfe aus der Schweiz. Demnach hat Bern der deutschen Botschaft am vergangenen Mittwoch Bankunterlagen von Konten übergeben, die DDR-Bürger und frühere, von Ost-Berlin beherrschte Firmen geführt hatten.

Insgesamt geht es dem Bericht zufolge um 56 Konten bei acht Schweizer Banken. «Zwar befanden sich auf keinem Konto mehr noch Vermögenswerte, da alle bereits vor mehreren Jahren abgeräumt und geschlossen worden waren», schreibt das Blatt. «Von den Kontounterlagen erhoffen sich die deutschen Ermittlungsbehörden jedoch Hinweise auf den Verbleib von möglicherweise verschwundenen Stasi- und SED-Geldern.»

Nicht das erste Gesuch

Bereits im Jahr 2003 hatte Deutschland die Schweiz um Rechtshilfe ersucht bei der Fahndung nach illegalen Finanzflüssen vor und nach der deutschen Wende. Im Jahr 2007 wurden laut «Berliner Zeitung» 14 Schweizer Banken aufgefordert, Nachforschungen zu Kontoverbindungen und Transaktionen von konkret benannten Personen anzustellen, die in einer Geschäftsverbindung zu DDR-Firmen und Behörden standen.

Acht Banken hätten daraufhin die frühere Existenz von insgesamt 56 Geschäftsbeziehungen zu den angefragten Personen gemeldet. Am 30. Juni dieses Jahres habe der Bundesrat entschieden, die betreffenden Bankunterlagen an Deutschland zu übergeben, hiess es.

dapd/jak

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