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Blamage für Brüssel, Sieg für Putin

Russlands Präsident hat sich vorerst durchgesetzt: Die Ukraine stoppt das Partnerschaftsabkommen mit Brüssel. Doch das ist nur ein Schauplatz im geostrategischen Ringen zwischen Brüssel und Moskau.

Putin weiss, welche Zukunft er will, Janukowitsch (links) will den Spagat zwischen Ost und West wagen: Die Präsidenten Russlands und der Ukraine an einer Zeremonie in Sewastopol. (28. Juli 2013)
Putin weiss, welche Zukunft er will, Janukowitsch (links) will den Spagat zwischen Ost und West wagen: Die Präsidenten Russlands und der Ukraine an einer Zeremonie in Sewastopol. (28. Juli 2013)
AFP

Das jahrelang vorbereitete Partnerschaftsabkommen der Europäischen Union mit der Ukraine droht zum Rohrkrepierer zu werden: Eine Woche vor der geplanten Unterzeichnung stoppte die Regierung von Präsident Wiktor Janukowitsch heute die Vorbereitungsgespräche.

Zuvor hatte das ukrainische Parlament eine medizinische Behandlung der inhaftierten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko im Ausland abgeschmettert – was eine Kernforderung der Europäer war. Trotz dieser schallenden Ohrfeige will die EU das Abkommen noch retten. EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle erklärte, sich noch heute erneut ins Flugzeug zu setzen, um zum zweiten Mal in dieser Woche Verhandlungen vor Ort zu führen.

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