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Bombenanschlag in Istanbuler Touristenviertel

In der türkischen Metropole hat eine Selbstmordattentäterin in einer Polizeiwache eine Bombe gezündet. Ein Beamter kam ums Leben.

Die Hintergründe der Tat sind unklar: Ein Polizist im Touristenviertel Sultanahmet.
Die Hintergründe der Tat sind unklar: Ein Polizist im Touristenviertel Sultanahmet.
AFP

Eine Selbstmordattentäterin hat in einem Polizeirevier im Istanbuler Touristenviertel um die Hagia Sophia ihren Sprengsatz gezündet und dabei einen Beamten mit in den Tod gerissen. Die Frau sei am Dienstag in die Wache gekommen und habe eine verlorene Brieftasche gemeldet, bevor sie sich in die Luft sprengte, sagte Gouverneur Vasip Sahin.

Türkische Nachrichtenagenturen berichteten, dass zwei Polizisten durch den Anschlag verletzt wurden und dass einer von ihnen wenig später seinen Wunden erlag. Die Englisch sprechende Frau kam ebenfalls ums Leben, wie Sahin sagte. Ihre Leiche müsse nun identifiziert werden. Die Hintergründe der Tat waren unklar.

Erst am Donnerstag hatten Polizisten einen Mann überwältigt, der vor dem Amtssitz von Davutoglu Granaten auf Polizeibeamte geworfen und mit einer Waffe gefeuert hatte. Zu der Tat am Donnerstag bekannte sich die linksgerichtete Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front DHKP-C. Die Gruppe, die einen sozialistischen Staat anstrebt, wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Seit 2012 Gespräche zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK über ein Ende des 30-jährigen Aufstands der Gruppe begonnen hatten, ist es in der Türkei kaum zu Selbstmordattentaten gekommen. Die DHKP-C hatte aber im Jahr 2013 ein Selbstmordattentat auf die US-Botschaft verübt, bei dem ein Wachmann ums Leben gekommen war.

AP/AFP/wid

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