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Britische Regierung entlässt tausende Soldaten

Gespannt warten die Briten heute auf den Auftritt von Finanzminister George Osborne: Er wird bekannt geben, wo der Staat künftig massiv spart. Betroffen ist vor allem auch die Armee.

Bald komplett aus Deutschland abgezogen: Britische Soldaten in Münster, 1999.
Bald komplett aus Deutschland abgezogen: Britische Soldaten in Münster, 1999.

Finanzminister George Osborne stellt heute Mittwoch die neuen Budgets für sämtliche Ressorts vor. Beobachter erwarten massive Kürzungen von durchschnittlich 25 Prozent über den ganzen Haushaltsplan hinweg. Camerons seit Mai amtierende liberal-konservative Regierung will das Defizit des britischen Staatshaushalts in den kommenden fünf Jahren von 10,1 Prozent auf 1,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes senken

Insbesondere will Grossbritannien seine Streitkräfte um 17'000 Mann verschlanken, wie Premierminister David Cameron bereits am Dienstag im Parlament ankündigte. Um Kosten zu sparen, sollen bis 2020 auch alle 20'000 noch in Deutschland stationierten Soldaten abgezogen werden. Damit sollen acht Prozent der Ausgaben eingespart werden.

Die Landstreitkräfte werden demnach um 7000 auf 95'500 reduziert, bei der Marine und der Luftwaffe fallen jeweils 5000 Posten weg. Zudem werden die Flugzeugträger vom Typ HMS Ark Royal unverzüglich ausser Dienst gestellt, obwohl die neue Generation der Flugzeugträger erst 2020 zum Einsatz kommen soll.

Sorgen bei den Partnern

Grossbritannien ist der zweitgrösste Truppensteller beim internationalen Einsatz in Afghanistan. Die Haushaltskürzungen hatten deshalb schon vor ihrer Bekanntgabe für Besorgnis bei den Bündnispartnern gesorgt.

Cameron habe US-Präsident Barack Obama in einem Telefonat am Montagabend versichert, dass Grossbritannien seinen Verpflichtungen innerhalb der Nato weiterhin nachkommen werde, teilte das Büro des Premierministers mit.

(SDA)

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