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Britische Regierung verfehlt selbst gesetztes Sparziel

Finanzminister George Osborne muss seine Prognosen für das Budgetjahr 2016/17 korrigieren.

Muss mehr Schulden machen: Finanzminister George Osborne posiert mit der Budget-Box. (16. März 2016)
Muss mehr Schulden machen: Finanzminister George Osborne posiert mit der Budget-Box. (16. März 2016)
AFP

Die konservative britische Regierung erreicht ihre selbst gesetzten Sparziele nicht und muss mehr Schulden machen als geplant. Der Anteil des Defizits am Bruttoinlandsprodukt werde dieses Jahr steigen, kündigte Finanzminister George Osborne während der Vorstellung des Budgets im Parlament in London an.

Für das Budgetjahr 2016/17 peilt London ein Defizit von 2,9 Prozent an. Die für die Analyse der Staatsfinanzen zuständige Behörde OBR senkte ihre Prognose für Grossbritanniens Wirtschaftswachstum für 2016 von 2,4 auf 2,0 Prozent, für 2017 von 2,5 auf 2,2 Prozent.

Regierung rechnet mit Überschuss für 2019/2020

Trotzdem rechne die Regierung für das Haushaltsjahr 2019/2020 mit einem Überschuss von 10,4 Milliarden Pfund. Dafür würden bis 2020 unter anderem die Ausgaben um zusätzlich 3,5 Milliarden Pfund gekürzt, sagte Osborne. Parallel dazu solle die Körperschaftssteuer von derzeit 20 Prozent auf 17 Prozent fallen.

Die Prognosen gelten für den Fall, dass die Briten sich beim Referendum am 23. Juni dafür entscheiden, Teil der EU zu bleiben. Das Office for Budget Responsibility (OBR) muss politisch neutral sein. Im Ausblick heisst es jedoch: "... es scheint einen weiteren Konsens zu geben, dass ein Votum für den Austritt eine Zeit potenziell störender Unsicherheit bedeuten könnte».

SDA

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