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Cameron führt gleich neue Sitten ein

Für die Minister der neuen britischen Regierung ist es verboten, während der Regierungssitzung Handygespräche zu führen. Einer bekam das gleich zu spüren.

Bezog einen Rüffel von David Cameron: Justizminister Kenneth Clarke.
Bezog einen Rüffel von David Cameron: Justizminister Kenneth Clarke.
Reuters

Seine Kabinettsmitglieder sollten sich auf die Beratungen konzentrieren und nicht von Anrufen auf ihrem Mobiltelefon ablenken lassen, wie eine Sprecherin von David Cameron am Donnerstagabend die neue Regel ausführte. Als erster holte sich Justizminister Kenneth Clarke einen Rüffel, als er an sein Handy ging. Unter dem Gelächter der Kollegen wies Cameron ihn an, das Gespräch zu beenden, um sich den Regierungsgeschäften zu widmen. Die Sprecherin betonte, das Handyverbot gelte auch für den Premierminister selbst.

Inzwischen hat die neue Regierung ihre Arbeit aufgenommen. Aussenminister William Hague macht sich heute zum Antrittsbesuch in Washington auf. Zuvor kritisierte er das iranische Atomprogramm. Der Einsatz gegen die Verbreitung von Atomwaffen sei eines der zentralen Ziele der neuen Regierung in London, sagte Hague der Zeitung «The Times» vom Freitag. Das Verhalten Teherans in den vergangenen Jahren sei für den grössten Teil der internationalen Gemeinschaft «nicht akzeptabel» gewesen, erklärte der Politiker der konservativen Tory-Partei. Grossbritannien will sich dem Bericht zufolge weiter für neue UN-Sanktionen gegen den Iran einsetzen.

Hague wird am Freitag in Washington mit US-Aussenministerin Hillary Clinton zusammenkommen. Grossbritannien gilt als engster Verbündeter der USA in Europa. Beide Länder fühlen sich traditionell in einer Sonderbeziehung verbunden. Hague hatte am Mittwoch angekündigt, eine «solide, aber nicht unterwürfige Beziehung» zu den USA anzustreben. Beobachter erwarten durch den Regierungswechsel keine grundlegende Änderung der britischen USA-Politik.

AFP/cpm

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