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«Das wäre ein schlechter Scherz»

Deutschland plant Medienberichten zufolge ein schärferes Asylgesetz. Redaktion Tamedia-Korrespondent Dominique Eigenmann erklärt, weshalb dies ein logischer Schritt ist und wer davon betroffen wäre.

«Wenn Deutschland Flüchtlinge, die wahrscheinlich keine Aufnahme finden, nicht konsequent abschiebt, wird sich die Grosszügigkeit bei den ‹echten› Flüchtlingen politisch nicht lange halten lassen», sagt -Korrespondent Dominique Eigenmann: Ein Mann geht mit seinem Kind durch eine Polizeisperre in Tovarnik, Kroatien. (17. September 2015)
«Wenn Deutschland Flüchtlinge, die wahrscheinlich keine Aufnahme finden, nicht konsequent abschiebt, wird sich die Grosszügigkeit bei den ‹echten› Flüchtlingen politisch nicht lange halten lassen», sagt -Korrespondent Dominique Eigenmann: Ein Mann geht mit seinem Kind durch eine Polizeisperre in Tovarnik, Kroatien. (17. September 2015)

Wie deutsche Medien berichten, will Deutschland sein Asylrecht möglicherweise drastisch verschärfen: Dublin-Flüchtlinge, also Menschen, die sich bereits in einem anderen EU-Land registriert haben, sollen nur noch Geld für die Rückreise erhalten; Notunterkunft oder medizinische Versorgung entfallen. Will Deutschland nun all jene Vertriebenen zurückschicken, die derzeit ins Land strömen?

Die Frage ist, auf wen sich die Regelung beziehen soll. Derzeit wendet Deutschland das Dublin-Verfahren bei Syrern nicht an, schickt sie also nicht zurück nach Ungarn, Italien, Griechenland oder andere EU-Länder, welche diese Menschen als Erstes betreten haben, selbst wenn sie sich dort registriert haben. Ich gehe nicht davon aus, dass Syrer von der Verschärfung betroffen wären.

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