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Wie Salvini einen Helden zerstören wollte – und verlor

Bürgermeister Domenico Lucano wurde für seinen Umgang mit Migranten gefeiert, bis Salvini ihn aus seinem Dorf vertrieb. Jetzt ist «Mimmo» zurück.

Domenico Lucano nimmt im Mai 2019 an einer Demonstration gegen Rassismus in Rom teil. Foto: Antonio Masiello (Getty)

Domenico Lucano nimmt im Mai 2019 an einer Demonstration gegen Rassismus in Rom teil. Foto: Antonio Masiello (Getty)

Oliver Meiler@tagesanzeiger

Der Geruch von Javelwasser hängt in jeder Gasse, beissend scharf. Das Reinigungsmittel soll alles rausputzen, den Staub eines ganzen Jahres, auch die Enttäuschungen. Aus einem alten Radio in der Bar Gervasi am Hauptplatz tönt «Smoke on the Water» von Deep Purple. Wenn das Gerocke nur mal nicht die Betenden in der Kirche gegenüber stört. Riace wacht auf, wie aus einem miesen Traum. Das kalabrische Dorf, an einen Hügel über dem Ionischen Meer gebaut, war ein Jahr lang in allen Nachrichten, immer wieder, es war zum Spielball der nationalen Politik geworden. Nun sucht es seinen Weg zurück in die Normalität.

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