Zum Hauptinhalt springen

Der Verwandlungskünstler

Letzte Woche legte der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch das Abkommen mit der Europäischen Union auf Eis. Nun reist er zum Gipfel nach Vilnius, als ob nichts geschehen wäre.

Oppositionelle machen sich über Wiktor Janukowitsch lustig, indem sie Pingpongschläger mit seinem Gesicht verzierten.
Oppositionelle machen sich über Wiktor Janukowitsch lustig, indem sie Pingpongschläger mit seinem Gesicht verzierten.
Reuters

«Niemand wird unseren Traum von einer europäischen Ukraine ruinieren», erklärte Präsident Wiktor Janukowitsch vor der Reise zum EU-Gipfel im litauischen Vilnius seinem Volk. Ganz so, als wäre es nicht die ukrainische Führung gewesen, die das Assoziierungsabkommen mit der EU letzte Woche auf Eis gelegt hat. Die Demonstrationen, die seither täglich stattfinden, hakt er mit einem Dank für das «zivile Bewusstsein» der Bürger ab. Der Präsident müsse manchmal schwere Entscheidungen treffen, die nicht verstanden würden, sagte er weiter. «Ein Familienvater kann seine Angehörigen nicht ohne Brot lassen.» Der Stopp des Abkommens sei für den Erhalt der Arbeitsplätze unerlässlich gewesen. Keine Antwort gibt er auf die Frage, warum die Ukraine dann überhaupt jahrelang verhandelt hat mit den Europäern.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.