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Die Angst vor den Wählern

Schreihals Grillo oder doch den alten Verführer Silvio Berlusconi? In Italien geht das Volk ohne grosse Hoffnung an die Urne. Das beflügelt die Populisten, deren Vormarsch Italien unregierbar machen könnte.

Kompliziertes Wahlrecht und Millionen Wahlberechtigte: Ein Helfer stempelt Wahlzettel in einem Wahllokal in Rom (23. Februar 2013)
Kompliziertes Wahlrecht und Millionen Wahlberechtigte: Ein Helfer stempelt Wahlzettel in einem Wahllokal in Rom (23. Februar 2013)
Alberto Pizzoli, AFP
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Es wird gezittert in Rom – und das nicht nur, weil die Meteorologen für das Wochenende Kälte und Regen angesagt haben. Italiens Politiker bibbern angstvoll vor jenem unbekannten Wesen, das sie trotz aller Meinungsumfragen und Expertenanalysen nicht ergründen können: dem Wähler. Die Diskrepanz zwischen Volksvertretern und Volk scheint in diesem Wahlkampf noch weitergewachsen zu sein. Das hat nichts mit den traditionell unzuverlässigen Voraussagen zu tun, welche die Umfrage-Monopolisten mit erstaunlich wenigen Befragten anzustellen pflegen und deren Veröffentlichung in den letzten 14 Tagen vor den Wahlen verboten ist, weil sie angeblich das Volk beeinflussen könnte.

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