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Die Ladys sind nur Dekoration

Der britische Wahlkampf ist reine Männersache. Zumindest auf nationaler Ebene spielen die Frauen überhaupt keine Rolle. Ausser natürlich, wenn sie mit einem Parteiführer verheiratet sind.

Die Frauen sind stark vertreten in diesem britischen Wahlkampf. Kein Tag vergeht, an dem sie nicht interviewt, ins Bild gerückt, mit eigenen Fernsehsendungen und langen Zeitungsartikeln bedacht werden. Sarah Browns Garderobe und ihr Spass am Twittern etwa geben Anlass zu immer neuen öffentlichen Debatten. Samantha Camerons luxuriöse Handtäschchen beschäftigen die Kommentatoren fast ebenso sehr wie ihre mit Eleganz getragene Schwangerschaft. Und Miriam Gonzalez Durantez' strahlend südländische Erscheinung verleiht dem Wahlkampf eine exotische Note – und Ehemann Nick Clegg die Aura des kecken Hauptpreisgewinners, die er selbst gern für sich in Anspruch nimmt.

Nur ein Problem gibt es mit diesen drei Wahlkampf-Grazien. Hinter keinem ihrer Namen lässt sich ein Kreuzchen machen, wenn am 6. Mai gewählt wird. Als Ehefrauen der drei massgeblichen Parteichefs haben Sarah, Sam und Miriam keine eigene Politik zur Wahl zu stellen. Sie haben nur gut auszusehen und ihren Männern bei Bedarf zur Seite zu stehen.

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