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Ein Klon mit neuem Look

Generationenwechsel im Front national: Marine Le Pen übernimmt an diesem Wochenende von ihrem Vater Jean-Marie Le Pen. Frankreichs Polit-Establishment fürchtet die Tochter mehr als den Vater.

Ihr Name ist eine Marke: Marine Le Pen, die sagt, sie erbe einen politischen Kampf. Hier mit ihrem Vater Jean-Marie.
Ihr Name ist eine Marke: Marine Le Pen, die sagt, sie erbe einen politischen Kampf. Hier mit ihrem Vater Jean-Marie.
Keystone

Ein Name wie ein mächtiger Donnerschlag: Le Pen. Lange Zeit hatte dieser Name in Europa ein Monopol auf derben Rechtspopulismus, bevor andere Namen ähnliche Reflexe auslösten und fast banal wurden: Haider, Bossi, Wilders. Le Pen ist eine klar positionierte Marke. Für ihre Träger und Trägerinnen ist der Name Segen und Fluch zugleich. Marine Le Pen, die dritte und jüngste Tochter des Patriarchen Jean-Marie, sagte einmal, als sie ihr Pariser Anwaltsbüro nach wenigen Jahren aufgab: «Ich musste einsehen, dass man mit meinem Namen keine Klienten findet.» Verbittert war sie darob nicht. Sie hätte ihn ändern können. Sie hätte etwa den Namen von einem ihrer beiden Ex-Männer annehmen können. Doch das wollte sie nicht. Ihr Name machte sie stolz. Und er zeichnete ihre Karriere vor. Unweigerlich. Er führte sie in die Politik, in die Partei mit der trikoloren Flamme, in Vaters Front national, gegründet 1972, kurz FN.

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