Zum Hauptinhalt springen

Ein Opfer niederer Gewalten

Das überflutete Venedig ist eine Metapher für die Unfähigkeit des italienischen Staats, das grossartige Land auch gross zu denken.

Rekordhochwasser in Venedig: Das Wasser stieg auf 187 cm über dem Meeresspiegel – der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966. Video: Tamedia

«Supercommissaria», so nennt man sie jetzt tatsächlich. Klingt nach Superwoman, und so ist das auch gemeint. Elisabetta Spitz, 66 Jahre alt, Architektin und Staatsbeamtin mit langem Curriculum, soll Venedig retten. Vor allen Hochwassern, den Scharlatanen und Verklärern, dem Tod, nichts weniger.

Normalerweise gibt sich die italienische Politik nach Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Brückeneinstürzen und Überschwemmungen jeweils ein bisschen Zeit, bis sie einen Sonderkommissar benennt. Einen mit Vollmachten, einen Erlöser ohne bürokratische Fesseln, einen Beruhiger für das Volk.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.