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«Es hiess, die Strassen seien vermint»

In Debalzewe toben wieder heftige Gefechte. Die OSZE-Beobachter wollen endlich in die ostukrainische Stadt vorstossen. An vorderster Front der Schweizer Alexander Hug.

Harte Arbeit: Alexander Hug, stellvertretender OSZE-Missionschef in der Ukraine. (16. Februar 2015)
Harte Arbeit: Alexander Hug, stellvertretender OSZE-Missionschef in der Ukraine. (16. Februar 2015)
Reuters

Das Minsker Friedensabkommen sieht den Beginn des Abzugs schwerer Waffen in der Ostukraine für heute vor. Die Beobachtung gestalte sich aber schwierig, sagt der Schweizer Alexander Hug, stellvertretender Missionschef der OSZE.

Er sei mit einer Patrouille der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf der Fahrt in eine kleine Stadt nahe dem Kampfgebiet, wo man die ukrainischen und russischen Generäle treffen wolle, sagte Hug in einem Interview mit Radio SRF.

Ein prorussischer Rebell bewacht einen ehemaligen ukrainischen Checkpoint ausserhalb der Stadt Wuhlehirsk. (5. Februar 2015)
Ein prorussischer Rebell bewacht einen ehemaligen ukrainischen Checkpoint ausserhalb der Stadt Wuhlehirsk. (5. Februar 2015)
Keystone
Noch keine Spur von Waffenruhe: Prorussische Separatisten feuern in der Nähe der ostukranischen Stadt Horliwka Raketen ab. (18. Februar 2015)
Noch keine Spur von Waffenruhe: Prorussische Separatisten feuern in der Nähe der ostukranischen Stadt Horliwka Raketen ab. (18. Februar 2015)
AFP
Marschbefehl: Einberufene Reservierte bei ihrer Verabschiedung in Kiew. (29. Januar 2015)
Marschbefehl: Einberufene Reservierte bei ihrer Verabschiedung in Kiew. (29. Januar 2015)
Sergei Supinsky, AFP
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«Wir werden versuchen, uns Zugang zu der umkämpften Stadt Debalzewe zu verschaffen. Das haben wir bereits am Montagabend versucht. Es hat aber nicht geklappt, weil uns keine Garantien für unsere Sicherheit gegeben wurden. Es hiess, die Strassen seien vermint und dass beiden Seiten aufeinander schiessen», sagte der Leiter der OSZE-Sondermission in der Ukraine.

Auf die Frage, wie die OSZE die Feuerpause und den Abzug der Waffen in diesem Gebiet kontrollieren wolle, sagte Hug, die OSZE habe entschieden, schnellstmöglich die für diese Mission eingeplanten 350 Mitarbeiter in den Osten zu verschieben.

«Momentan haben wir bereits 300 vor Ort. Wir werden uns mit ihnen auf die kritischen Punkte auf dem 500 Kilometer langen Abschnitt beschränken. Zuerst werden wir uns um die darin wichtigen strategischen Städte Debalzewe, Donezk, Luhansk und die Hafenstadt Mariupol kümmern. Danach werden wir uns auf die Gebiete dazwischen konzentrieren.»

Bewegungsfreiheit garantiert

Bezüglich der Sicherheit der OSZE-Leute habe man «Abmachungen mit beiden Seiten, dass unsere Bewegungsfreiheit garantiert wird. Natürlich haben wir auch unsere eigenen Sicherheitsvorkehrungen wie gepanzerte Fahrzeuge, eine persönliche Sicherheitsausrüstung und entsprechendes Training. Das hilft uns, die Risiken einzuschränken. Ganz ausmerzen lassen sich diese aber natürlich nicht.»

Zu Berichten über eine neue Kolonne mit russischem Kriegsgerät sagte Hug, momentan könne er weder verneinen noch bestätigen, dass eine Seite mit einem bewaffneten Konvoi die Grenzen überschreite.

Das Gleiche gelte für Agenturmeldungen, wonach bis zu 8000 ukrainische Soldaten in der Stadt Debalzewe eingekesselt seien. «Wir verfügen über dieselben Informationen. Mit den Verhandlungen von heute Dienstag wollen wir erreichen, dass wir Zugang zu Debalzewe erhalten, damit wir die Situation vor Ort einschätzen, analysieren und dann objektiv über die Lage berichten können. Zurzeit verfügen wir nur über Zweitinformationen.»

SDA/bru

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