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Explosive Kriegsaltlasten in den Jahrhundertfluten

Die Überschwemmungen und Erdrutsche in Bosnien reissen Minen und Blindgänger aus dem Krieg in den 1990er-Jahren mit. Welche Gefahren drohen, sagt ein Experte der Schweizer Armee.

Drohende Gefahr: Bosnische Soldaten befestigen Minenwarnungen in einer Stadt nördlich von Sarajevo (20. Mai 2014).
Drohende Gefahr: Bosnische Soldaten befestigen Minenwarnungen in einer Stadt nördlich von Sarajevo (20. Mai 2014).
Sulejman Omerbasic, Keystone
Die Bewohner des Ortes helfen einander: Ein Mann befreit eine Küche in Topcic Polje von Schlamm. (20. Mai 2014)
Die Bewohner des Ortes helfen einander: Ein Mann befreit eine Küche in Topcic Polje von Schlamm. (20. Mai 2014)
Keystone
Menschen in Maglaj stehen auf einem Vordach und warten auf eine Essenslieferung. (16. Mai 2014)
Menschen in Maglaj stehen auf einem Vordach und warten auf eine Essenslieferung. (16. Mai 2014)
Dado Ruvic, Reuters
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Das verheerende Hochwasser der letzten Tage hat gemäss Behördenangaben explosive Altlasten aus dem Bosnienkonflikt von 1992 bis 1995 freigespült. «Minen sind jetzt in Gegenden aufgetaucht, wo nie welche gewesen sind», sagte Sasa Obradovic, ein Sprecher des bosnischen Minenzentrums. Experten zufolge könnte das Minenproblem durch die Jahrhundertfluten auch in die Nachbarländer gelangen: Bosnische Flüsse münden in die Save, die entlang der kroatischen Grenze nach Serbien fliesst und dort in die Donau mündet, die weiter durch Bulgarien und Rumänien zum Schwarzen Meer fliesst. Gemäss den bosnischen Behörden sind Minen bereits explodiert.

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