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FPÖ deaktiviert Straches Facebook-Seite

Die österreichische FPÖ distanziert sich weiter von ihrem ehemaligen Chef, der nach der Ibiza-Affäre in Ungnade gefallen ist.

Strache hatte vergeblich gegen die Abschaltung seiner offiziellen Facebook-Seite protestiert. Bild: Keystone
Strache hatte vergeblich gegen die Abschaltung seiner offiziellen Facebook-Seite protestiert. Bild: Keystone

Die einstige rechte Regierungspartei FPÖ in Österreich distanziert sich weiter von ihrem früheren Vorsitzenden Heinz-Christian Strache. Die Partei deaktivierte die offizielle Facebook-Seite des Politikers am Freitagabend kurz vor Mitternacht.

Strache hatte vergeblich dagegen protestiert. Sein Anwalt Ben Irle kündigte am Samstag eine Klage an. Auf seiner privaten Facebook-Seite schrieb Strache: «Jedes Ende ist ein neuer Anfang, keine Sorge, ich komme nicht nur auf Facebook wieder.»

Strache ist unter anderem wegen der Ibiza-Affäre in Ungnade gefallen. Er hatte bei einem heimlich auf Video aufgenommenen Treffen mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte auf Ibizia Staatsaufträge im Gegenzug für Parteispenden in Aussicht gestellt.

An der Affäre zerbrach im Mai die Koalition mit der konservativen ÖVP. Bei der Wahl Ende September rutschten Straches Rechtspopulisten um mehr als zehn Prozentpunkte auf 16,2 Prozent der Stimmen ab. Zudem wird im Rahmen einer Spesenaffäre wegen Untreue gegen Strache ermittelt. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Strache hatte auf seinem offiziellen Facebook-Account mehr als 780'000 Fans. Unter Politikern hat nur ÖVP-Chef und Wahlsieger Sebastian Kurz mehr Anhänger.

SDA/anf

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