Zum Hauptinhalt springen

Gerüchte über Grenzöffnung sorgen für Aufruhr in Idomeni

Hunderte Menschen haben am mazedonisch-griechischen Grenzzaun lautstark eine Öffnung gefordert. Wer hinter den Gerüchten steckt, ist unklar.

hvw
Heftige Ausschreitungen: Migranten hier im Konflikt mit der Griechischen Polizei am Grenzort Idomeni. (7. April 2016)
Heftige Ausschreitungen: Migranten hier im Konflikt mit der Griechischen Polizei am Grenzort Idomeni. (7. April 2016)
Amel Eric, AFP
Woher das Gerücht kam, ist unklar: Bereitschaftspolizisten in Vollmontur sichern den Grenzzaun zu Mazedonien (27. März 2016).
Woher das Gerücht kam, ist unklar: Bereitschaftspolizisten in Vollmontur sichern den Grenzzaun zu Mazedonien (27. März 2016).
Sakis Mitrolidis, AFP
Im griechischen Idomeni harren immer noch über 11'000 Flüchtlinge aus: Die Grenze zu Mazedonien ist seit längerem geschlossen (27. März 2016).
Im griechischen Idomeni harren immer noch über 11'000 Flüchtlinge aus: Die Grenze zu Mazedonien ist seit längerem geschlossen (27. März 2016).
Sakis Mitrolidis, AFP
«Prügelt uns nicht»: In Idomeni soll es immer wieder zu Übergriffen von Sicherheitspersonal auf Flüchtlinge kommen. (27. März 2016).
«Prügelt uns nicht»: In Idomeni soll es immer wieder zu Übergriffen von Sicherheitspersonal auf Flüchtlinge kommen. (27. März 2016).
Sakis Mitrolidis, AFP
1 / 6

Unbekannte streuten in Idomeni über Ostern das Gerücht, Deutschland werde Tausende Schutzsuchende aus dem Elendslager aufnehmen. Augenzeugen berichteten am Sonntag, die Polizei habe die Menschen in Lautsprecherdurchsagen auf Arabisch und Farsi informiert, dass die Gerüchte nicht stimmten und die Grenze nicht geöffnet werde.

Um die Menschen daran zu hindern, den Grenzzaun zu stürmen, wurden starke Einheiten der griechischen Bereitschaftspolizei zwischen dem Zaun und den Flüchtlingen positioniert, wie das Fernsehen zeigte.

Lage beruhigt

Flüchtlinge standen auch auf der Eisenbahntrasse, die Griechenland mit Mazedonien verbindet. Von den rund 11'500 Menschen von Idomeni hätten sich rund 1500 an der Aktion beteiligt, schätzten Reporter vor Ort.

Am Sonntagnachmittag beruhigte sich die Lage, wie das Staatsfernsehen berichtete. Zuvor hatte die Polizei auf der Autobahn zwischen Thessaloniki und der mazedonischen Grenze mehrere Busse mit Mitgliedern und Sympathisanten der griechischen autonomen «Bewegung gemeinsam gegen Rassismus und die faschistische Bedrohung» (KEERFA) gestoppt.

Sie wollten sich an den Aktionen in Idomeni zur Öffnung der Grenze zu Mazedonien beteiligen, berichteten übereinstimmend griechische Medien aus der Region.

Bereitschaft zu Flüchtlingsaufnahme aus Idomeni

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» erklärt, sein Land könnte bei einer «koordinierten Aktion mehrerer Bundesländer» 1000 bis 2000 Flüchtlinge aus Idomeni aufnehmen. Voraussetzung sei, dass die Bundesregierung in Visafragen und bei der Logistik helfe. Ob die Gerüchte in Idomeni auf diese Äusserungen zurückgingen, ist unklar.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch