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«In Brüssel sieht man es als Erfolg, dass Putin so isoliert dasteht»

Im Konflikt mit Russland wird die EU heute neue Sanktionen beschliessen, gleichzeitig sucht sie erneut den Dialog mit Moskau. Die Strategie der EU erklärt Korrespondent Stephan Israel.

Unter Druck des Westens: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Unter Druck des Westens: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Keystone

Nach dem G-20-Gipfel in Australien, den Russlands Präsident Wladimir Putin verärgert vorzeitig verliess, beraten die EU-Aussenminister heute über neue Sanktionen gegen Russland. Was ist zu erwarten? Es wird zusätzliche Konten- und Einreisesperren gegen Einzelpersonen geben. Konkret soll die Liste um einige prorussische Separatisten aus der Ostukraine ergänzt werden. Im Fokus sind Leute, die an der Organisation der Lokalwahlen in den abtrünnigen Gebieten beteiligt waren. Der Westen hat diese Wahlen als illegal und als Verstoss gegen das Waffenstillstandsabkommen von Minsk verurteilt. In Minsk hatte auch Moskau versprochen, die Integrität der Ukraine zu unterstützen. Die neuen Sanktionen sind da eher symbolisch. Ich bezweifle, dass die Separatistenführer grosse Reisepläne hatten oder über Konten in den EU-Staaten verfügen. Für weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland gibt es aber derzeit keinen Konsens.

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