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Island will in den sicheren Hafen der EU

Reykjavik hat sich heute zum ersten Mal mit EU-Vertretern getroffen, um über den EU-Beitritt zu verhandeln. Auf einigen Gebieten haben sich die beiden Partner offenbar bereits gefunden.

Schulter an Schulter: Islands Aussenminister Ossur Skarphedinsson (links) und sein ungarischer Amtskollege Janos Martonyi.
Schulter an Schulter: Islands Aussenminister Ossur Skarphedinsson (links) und sein ungarischer Amtskollege Janos Martonyi.
Reuters

Island hat heute offiziell die Verhandlungen über einen Beitritt zur Europäischen Union begonnen. Aussenminister Össur Skarphedinsson sagte in Brüssel, es ein «historischer Tag für Island».

Sein Land und die Europäische Union begannen die Gespräche über vier von insgesamt 35 Kapiteln und schlossen zwei davon bereits ab – ein Hinweis darauf, wie weit die Integration des nordischen Landes bereits gediehen ist. Reykjavik erhofft sich von dem EU-Beitritt vor allem wirtschaftliche Stabilität.

Fischerei ist ein zentrales Dossier

Skarphedinsson plant nach eigenen Angaben, in diesem Jahr die Hälfte der für einen Beitritt notwendigen Kapitel zu erörtern, darunter auch diejenigen über Fischerei und Landwirtschaft.

Die Fischerei und der Walfang gelten als Problemfeld - unter anderem, weil die EU das Ende der traditionellen Waljagd in Island verlangt. Ausserdem ist die EU-Skepsis innerhalb der isländischen Bevölkerung gross.

Der Inselstaat im Nordatlantik gehört dem Europäischen Wirtschaftsraum, dem Schengen-Raum sowie der Nato an - gute Voraussetzungen für einen raschen EU-Beitritt.

Experten rechnen mit einem Abschluss der Verhandlungen womöglich schon im kommenden Jahr. Island könnte dann theoretisch nach Kroatien das 29. EU-Land werden. Die Isländer müssen der Aufnahme in einem Referendum zustimmen.

SDA/miw

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