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Ist der Euro Italiens Zwangsjacke?

Der Staat ist überschuldet, die Banken sind in kläglichem Zustand. Doch ein Austritt aus der Währungsunion wäre eine Rosskur.

«Ich glaube, für Italien ist nicht mehr der richtige Moment, um die Euro-Zone zu verlassen»: Vizepremier Luigi Di Maio im Januar 2018 in einer Fernsehsendung. Wenige Wochen davor war er noch für den Ausstieg. Foto: Keystone
«Ich glaube, für Italien ist nicht mehr der richtige Moment, um die Euro-Zone zu verlassen»: Vizepremier Luigi Di Maio im Januar 2018 in einer Fernsehsendung. Wenige Wochen davor war er noch für den Ausstieg. Foto: Keystone

Die Staatsverschuldung Italiens liegt auf 130 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Dabei hatte das Land die Schuldenquote seit 1995 bis zum Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 langsam von über 120 auf etwa 100 Prozent reduziert. Seitdem ist sie stark gestiegen. Es ist kein Geld da für öffentliche Investitionen und Vorleistungen, die das Wachstum stützen könnten. Es fehlt jeder Spielraum, um in einer Rezession gegenzusteuern, weil die Schuldentragfähigkeit ausgereizt ist.

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