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«Kosovo wird glänzender und erfolgreicher sein»

Appelle gegen den Exodus: Regierungschef Isa Mustafa ruft seine kosovarischen Landsleute zum Bleiben auf. Doch die verlassen das Land weiter in Scharen.

Blühende Landschaften: Isa Mustafa (hier auf einem Wahlplakat) will Arbeitslosigkeit, Armut, Korruption und organisierte Kriminalität bekämpfen. (Archiv)
Blühende Landschaften: Isa Mustafa (hier auf einem Wahlplakat) will Arbeitslosigkeit, Armut, Korruption und organisierte Kriminalität bekämpfen. (Archiv)
Keystone

Der kosovarische Regierungschef Isa Mustafa hat seine Landsleute dazu aufgerufen, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht auszuwandern. «Die Zukunft des Kosovo und seiner Bürger wird glänzender und erfolgreicher sein», versprach Mustafa.

«Die Menschen haben keinen Grund, Kosovo zu verlassen», sagte er bei einer Parlamentssitzung zum siebten Jahrestag der Unabhängigkeit in Pristina mit Blick auf die derzeitige Massenflucht aus dem Kosovo. Er forderte ein entschiedenes Vorgehen im Kampf gegen die grassierende Arbeitslosigkeit, gegen Armut, Korruption und die organisierte Kriminalität.

Die Veranstaltung im Parlament war neben einem Empfang im Präsidentenpalast die einzige offizielle Feier des Unabhängigkeitstags, der in den Jahren zuvor noch mit Militärparaden begangen wurde. Angesichts der wirtschaftlichen Misere übte sich die Regierung diesmal in Bescheidenheit.

Der Kleinstaat zählt zu den ärmsten Ländern Europas, etwa 40 Prozent der 1,8 Millionen Einwohner leben in Armut. Seit Jahresbeginn kehrten bereits mehr als 20'000 Kosovaren ihrer Heimat den Rücken. 18'000 von ihnen kamen nach Angaben des deutschen Innenministeriums bis zum 12. Februar nach Deutschland.

Sieben Jahre später: Menschen versammeln sich am Unabhängigkeitstag des Kosovo 2008 (oben) und 2015 am «Newborn»-Denkmal in Pristina. (Foto: Keystone)
Sieben Jahre später: Menschen versammeln sich am Unabhängigkeitstag des Kosovo 2008 (oben) und 2015 am «Newborn»-Denkmal in Pristina. (Foto: Keystone)

Das zu mehr als 90 Prozent von ethnischen Albanern bewohnte Kosovo war nach dem Ende der NATO-Luftangriffe im Jahr 1999 unter internationale Verwaltung gestellt worden. Am 17. Februar 2008 erklärte sich die frühere serbische Provinz einseitig für unabhängig.

Mehr als 90 Länder, darunter die USA und die meisten EU-Staaten sowie auch die Schweiz, erkannten die Unabhängigkeit an, nicht jedoch Serbien, Russland und China.

SDA/spu

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