Zum Hauptinhalt springen

Merkel fordert Loyalität von Deutschtürken

In einem Appell richtete sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an türkischstämmige Deutsche. Zugleich versprach sie Verständnis für deren Anliegen.

«Meinungsverschiedenheiten friedlich austragen»: Angela Merkel an einer Pressekonferenz in Berlin (28. Juli 2016)
«Meinungsverschiedenheiten friedlich austragen»: Angela Merkel an einer Pressekonferenz in Berlin (28. Juli 2016)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von türkischstämmigen Bürgern Loyalität eingefordert. «Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Mass an Loyalität zu unserem Land entwickeln», sagte Merkel den in Dortmund erscheinenden «Ruhr Nachrichten». «Dafür versuchen wir, für ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und sie zu verstehen.» Die Regierung halte «engen Kontakt mit den Migrantenverbänden».

Angesichts der innenpolitischen Konflikte in der Türkei mahnte Merkel zur Besonnenheit bei Türkischstämmigen in Deutschland: «Die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gilt in Deutschland für alle, die hier leben, aber natürlich müssen alle ihre Meinungsverschiedenheiten friedlich austragen.»

Abschaffung doppelter Staatsbürgerschaft gefordert

Zuletzt hatten Kundgebungen von Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland – etwa bei einer Grossveranstaltung in Köln – für politische Diskussionen gesorgt. Aus der CDU kamen Forderungen, die doppelte Staatsbürgerschaft wieder abzuschaffen. Begründet wurde dies auch mit möglichen Loyalitätskonflikten.

AFP/chi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch