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Moskau sagt umstrittene Stalin-Plakatkampagne ab

Nach heftiger Kritik hat die Moskauer Stadtverwaltung eine umstrittene Plakatkampagne mit Stalin-Porträts zum 65. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg abgesagt.

Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow habe sich dem Druck aus dem Kreml beugen müssen, berichtete die Zeitung «Wedomosti» am Donnerstag unter Berufung auf hochrangige Vertreter der Regierungspartei Einiges Russland. Moskaus Vize-Bürgermeisterin Ljudmila Schwetsowa sagte der Zeitung «Kommersant», die Stalin-Poster würden nicht mehr wie geplant im Stadtbild zu sehen sein, sondern stattdessen in geschlossenen Räumen wie Kriegsmuseen ausgestellt werden.

Der im Februar bekannt gewordene Plan, den 1953 gestorbenen Diktator Stalin bei der Parade am 9. Mai zum Kriegsende mit Porträts und Informationstafeln zu würdigen, hatte in Russland eine heftige Debatte ausgelöst. Neben Menschenrechtlern stellten sich auch Regierungspolitiker wie Parlamentspräsident Boris Gryslow gegen das Projekt. Das von Präsident Dmitri Medwedew eingesetzte Organisationskomitee für die Siegesfeiern kündigte an, die Stalin-Plakate nicht aufhängen zu wollen.

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