Polizei nimmt zwei Helfer der «Charlie-Hebdo»-Attentäter fest

Zwei Männer werden verdächtigt, die Pariser-Attentäter mit Waffen und Fahrzeugen versorgt zu haben. Bei einem der Männer handelt es sich um den Lebensgefährten einer Polizistin.

Dank an die Polizei: Auf einem Schild wird an der Trauerstelle den Polizisten für ihren Einsatz gedankt. (7. Februar 2015)

Dank an die Polizei: Auf einem Schild wird an der Trauerstelle den Polizisten für ihren Einsatz gedankt. (7. Februar 2015)

(Bild: AFP Joel Saget)

Im Zusammenhang mit der islamistischen Anschlagsserie von Paris sind zwei Verdächtige aus dem Umfeld des Attentäters Amédy Coulibaly in Gewahrsam genommen worden.

Gegen die beiden war zuvor ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Damit sitzen nun insgesamt sechs Verdächtige in dem Fall in Untersuchungshaft. Allerdings wird gegen keinen von ihnen wegen einer direkten Beteiligung an den Anschlägen mit 17 Toten ermittelt. Sie werden vielmehr verdächtigt, die Attentäter mit Waffen und Fahrzeugen versorgt zu haben.

Bei den beiden nun in Gewahrsam genommenen Verdächtigen handelt es sich laut Staatsanwalt François Molins um den 33-jährigen Amar R. und den 25-jährigen Said M. Demnach ist Amar R. der Lebensgefährte einer Polizistin, die bis Mittwoch ebenfalls in Gewahrsam war.

DNA-Spuren auf Waffe gefunden

R. soll sich kurz vor dem Anschlag auf den jüdischen Supermarkt in Paris in unmittelbarer Nähe von Coulibaly aufgehalten haben. Zudem soll er binnen vier Monaten 600 SMS mit Coulibaly ausgetauscht und den Attentäter vor der Anschlagsserie mehrfach getroffen haben.

Von Said M. wurden DNA-Spuren auf einer Elektroschockwaffe in dem Supermarkt gefunden. Die Ermittler suchen seit der Anschlagsserie mit insgesamt 17 Toten von Anfang Januar nach möglichen Komplizen oder Unterstützern der insgesamt drei Attentäter.

Coulibaly hatte bei der Geiselnahme in dem jüdischen Supermarkt am 9. Januar vier Menschen erschossen, nachdem er am Vortag bereits eine Polizistin getötet hatte. Die Brüder Chérif und Saïd Kouachi hatten am 7. Januar in den Räumen der Satirezeitung «Charlie Hebdo» in Paris und bei ihrer Flucht insgesamt zwölf Menschen erschossen. Die drei Attentäter wurden am 9. Januar bei getrennten Polizeieinsätzen getötet.

pst/AFP

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