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Prozess beantragt – gegen Silvio und Piersilvio

Wegen des Verdachts auf Steuerbetrug haben Mailänder Staatsanwälte bei der Vorverhandlung die Eröffnung eines Prozesses gefordert – nicht allein gegen den italienischen Premier Berlusconi.

Seit Jahren im Konflikt mit der Justiz: Berlusconi am 28. März 2011 vor dem Justizpalast in Mailand.
Seit Jahren im Konflikt mit der Justiz: Berlusconi am 28. März 2011 vor dem Justizpalast in Mailand.
Keystone

Die Staatsanwälte, Fabio De Pasquale und Sergio Spadaro, reichten auch einen Antrag auf Prozesseröffnung gegen Berlusconis Sohn Piersilvio, gegen den Präsidenten der Fernseh-Gruppe Mediaset, Fedele Confalonieri, und weitere neun Angeklagte ein. Die Beweise seien belastend genug, um einen Prozess gegen den Premier zu beginnen, erklärten die Staatsanwälte.

Wie erwartet erschien Premierminister Silvio Berlusconi nicht vor dem Gericht, weil er am Montag nach Tunesien geflogen war, um mit seinem tunesischen Amtskollegen Beiji Caid Essebsi das Problem der Migrantenwelle in Richtung Süditalien zu besprechen. Dies teilten die Verteidiger des Premiers mit.

Insgesamt wurde gegen zwölf Personen ermittelt, darunter den amerikanischen Filmproduzenten Frank Agrama, drei Manager von Mediaset und zwei Bürger Hongkongs. Mit Hilfe Agramas soll Berlusconis Gruppe Filmrechte zu überhöhten Preisen gekauft haben, um Schwarzgeld auf geheimen Bankkonten hinterlegen zu können, lautet der Vorwurf der Mailänder Staatsanwaltschaft. Auf Bankkonten in Steuerparadiesen sollen so 34 Millionen Dollar angehäuft worden sein.

SDA

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