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Italienische Verhältnisse in Spanien

Die konservative Volkspartei bleibt stärkste Kraft, verliert aber dramatisch an Stimmen. Die Sozialisten behaupten vor der Protestpartei Podemos Platz 2. Wer die nächste spanische Regierung bildet, ist völlig offen.

Premier Rajoy, der sowohl Gewinner als auch Verlierer der Wahl ist, nach der Stimmabgabe. Foto: Daniel Ochoa de Olza (Keystone)
Premier Rajoy, der sowohl Gewinner als auch Verlierer der Wahl ist, nach der Stimmabgabe. Foto: Daniel Ochoa de Olza (Keystone)
Keystone

Spaniens politische Landschaft hat sich an diesem Sonntag grundlegend verändert. Die Spanier haben ein neues Parlament gewählt, das nicht mehr von einer grossen Partei dominiert wird, sondern in dem vier Gruppen miteinander um die Macht ringen werden.

Nach Auszählung von knapp 55 Prozent der Stimmen ergab sich am Abend folgendes vorläufiges Bild: Die bisher regierende Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy ist mit 27,7 Prozent der Stimmen weiterhin stärkste politische Kraft in Spanien, verliert allerdings im Vergleich zu den Wahlen vor vier Jahren rund 17 Prozentpunkte. Auch die Sozialisten (PSOE) verlieren deutlich, bleiben mit 22,9 Prozent der Stimmen aber vor der Linkspartei Podemos (20,4 Prozent). Weiter abgeschlagen als erwartet erreichen die liberalen ­Ciudadanos 12,9 Prozent der Stimmen. Mit diesen Ergebnissen ist nicht absehbar, wer im kommenden Jahr die neue spanische Regierung stellen wird.

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