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Russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal

Mehrere Kriegsschiffe haben im Ärmelkanal geankert. Sie sollen Schutz vor einem Unwetter gesucht haben.

Russische Schiffe waren schon früher in diesem Jahr im Ärmelkanal: Ein russischer Zerstörer (vorne) wird von einem Schiff der britischen Marine vor der britischen Küste begleitet. (23. April 2014)
Russische Schiffe waren schon früher in diesem Jahr im Ärmelkanal: Ein russischer Zerstörer (vorne) wird von einem Schiff der britischen Marine vor der britischen Küste begleitet. (23. April 2014)
Keystone

Ein U-Boot-Zerstörer der Nordflotte sowie weitere Schiffe passierten am Freitag den Kanal zwischen dem französischen Calais und dem britischen Dover, wie die russische Marine nach Angaben der Nachrichtenagentur Ria Nowosti mitteilte. Der Verband sei wegen eines Unwetters in die neutralen Gewässer einer Seine-Bucht eingelaufen, hiess es.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Kriegsschiffe seien am 20. November aus dem Hafen Murmansk nahe der Barentssee ausgelaufen. Am Freitag befanden sich die Schiffe laut Ria Nowosti in der Seine-Bucht.

Nato gibt Entwarnung

Die Nato hob hervor, dass es sich nicht um ein Militärmanöver handle, wie es in manchen russischen Presseberichte dargestellt werde. Auch die französische Marine versicherte: «Es gibt nichts Ungewöhnliches.» Offenbar seien die Schiffe auf der Durchfahrt. Die Wetterbedingungen seien nicht gut, also sei es «nicht erstaunlich», dass sich die Durchfahrt verzögere.

Das britische Verteidigungsministerium verwies darauf, dass alle Schiffe das Recht hätten, den Ärmelkanal zu durchfahren. Die vier russischen Kriegsschiffe seien von einem britischen Kriegsschiff «eskortiert» worden. Auch in Berlin hob ein Sprecher des Verteidigungsministeriums hervor, es handele sich offenbar um einen «ganz normalen Übungsverband». Der Sprecher fügte hinzu: «Insofern ist das für uns nicht weiter dramatisch und stellt auch keine besondere Situation dar.»

Nach der Annexion der Schwarzmeerinsel Krim und dem Streit mit dem Westen über die Ukraine hatte Russland in den letzten Monaten zahlreiche Manöver abgehalten. Sie gelten als Antwort Russlands auf ähnliche Übungen der Nato im Osten Europas.

sda/AFP/ldc

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