Zum Hauptinhalt springen

Seehofer deutet Rücktritt an

Der deutsche Innenminister und CSU-Chef will nicht alleine für die Wahlschlappe verantwortlich sein.

oli
«Das werde ich persönlich nicht mitmachen»: Innenminister Horst Seehofer. (16. Oktober 2018) (Video: BR)

Nach der Schlappe der CSU bei der Landtagswahl in Bayern hat Parteichef Horst Seehofer einen Rücktritt angedeutet, aber zugleich einseitige Schuldzuweisungen gegen ihn zurückgewiesen. Die Kritik auf ihn zu reduzieren – «das werde ich persönlich nicht mitmachen», sagte Seehofer am Sonntag im Bayerischen Fernsehen. «Eher stelle ich mein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung.»

Noch mal mache er den «Watschnbaum» nicht, sagte der deutsche Innenminister mit Blick auf seinen Rückzug vom Amt des bayerischen Ministerpräsidenten Ende vergangenen Jahres. Er mache es nicht noch einmal mit, dass alles auf eine Person reduziert werde, die nicht zur Wahl gestanden und den Wahlkampf nicht gemanagt habe.

Historische Wahlpleite

Die CSU hatte mit Ministerpräsident Markus Söder als Spitzenkandidat bei der Wahl in Bayern 10,4 Prozentpunkte verloren und nur noch 37,2 Prozent erreicht. Die Grünen kamen mit 17,5 Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz – mit einem Plus von 8,9 Punkten konnten sie ihr Ergebnis von 2013 mehr als verdoppeln. Auf Platz drei folgten die Freien Wähler mit 11,6 Prozent.

Bilder: Landtagswahl in Bayern

German Interior Minister Horst Seehofer, chairman of the Christian Democratic Union CSU, talks to Bavarian governor Markus Soeder, right, in the state parliament in Munich, southern Germany, Sunday, Oct. 14, 2018 after their party lost in the state election. (Michel Kappeler/dpa via AP)
German Interior Minister Horst Seehofer, chairman of the Christian Democratic Union CSU, talks to Bavarian governor Markus Soeder, right, in the state parliament in Munich, southern Germany, Sunday, Oct. 14, 2018 after their party lost in the state election. (Michel Kappeler/dpa via AP)
14.10.2018, Berlin: Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, gibt nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Bayern ein Statement im Willy-Brandt-Haus. Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Carsten Koall)
14.10.2018, Berlin: Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, gibt nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Bayern ein Statement im Willy-Brandt-Haus. Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Carsten Koall)
14.10.2018, Berlin: Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Bayern im Willy-Brandt-Haus. Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Carsten Koall)
14.10.2018, Berlin: Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Bayern im Willy-Brandt-Haus. Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Carsten Koall)
Stage Diving bei den Grünen: Der Bundesvorsitzende Robert Habeck (rechts) und der Grüne Spitzenkandidat Ludwig Hartmann springen bei der Wahlparty der Partei von der Bühne ins Publikum.
Stage Diving bei den Grünen: Der Bundesvorsitzende Robert Habeck (rechts) und der Grüne Spitzenkandidat Ludwig Hartmann springen bei der Wahlparty der Partei von der Bühne ins Publikum.
Sven Hoppe/DPA, Keystone
Markus Söder hat die CSU längst auf seine Seite gebracht: CSU-Politiker und bayerischer Ministerpräsident Söder gibt zusammen mit seiner Frau Karin seine Stimme in Nürnberg ab. (14. Oktober 2018)
Markus Söder hat die CSU längst auf seine Seite gebracht: CSU-Politiker und bayerischer Ministerpräsident Söder gibt zusammen mit seiner Frau Karin seine Stimme in Nürnberg ab. (14. Oktober 2018)
Clemens Bilan/EPA, Keystone
In der CSU hat man sich in den vergangenen Wochen weitgehend darauf verständigt, ihn für das absehbare Debakel bei der bayerischen Landtagswahl verantwortlich zu machen: Der 70-jährige CSU-Parteichef und deutsche Innenminister, Horst Seehofer, bei einer Wahlveranstaltung in München. (12. Oktober 2018)
In der CSU hat man sich in den vergangenen Wochen weitgehend darauf verständigt, ihn für das absehbare Debakel bei der bayerischen Landtagswahl verantwortlich zu machen: Der 70-jährige CSU-Parteichef und deutsche Innenminister, Horst Seehofer, bei einer Wahlveranstaltung in München. (12. Oktober 2018)
Philipp Guelland/EPA, Keystone
Die Wahlen in Bayern könnten wegen der Sonderstellung der CSU in der deutschen Regierungskoalition weitreichende Folgen haben: Die deutsch Kanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz in Berlin. (12. Oktober 2018)
Die Wahlen in Bayern könnten wegen der Sonderstellung der CSU in der deutschen Regierungskoalition weitreichende Folgen haben: Die deutsch Kanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz in Berlin. (12. Oktober 2018)
Clemens Bilan/EPA, Keystone
Mit der bayerischen Landtagswahl brechen auch für die SPD zwei turbulente Wochen an: Die neue Parteichefin Andrea Nahles bei einer Wahlveranstaltung in Schweinfurt. (12. Oktober 2018)
Mit der bayerischen Landtagswahl brechen auch für die SPD zwei turbulente Wochen an: Die neue Parteichefin Andrea Nahles bei einer Wahlveranstaltung in Schweinfurt. (12. Oktober 2018)
Matthias Merz/EPA, Keystone
Zwei Männer in traditioneller Kleidung geben in einem Wahlbüro in Neukirchen ihre Stimme ab. (14. Oktober 2018)
Zwei Männer in traditioneller Kleidung geben in einem Wahlbüro in Neukirchen ihre Stimme ab. (14. Oktober 2018)
Christof Stache, AFP
Der CSU – Angela Merkels bayerischen Alliierten – drohen schwere Verluste. (14. Oktober 2018)
Der CSU – Angela Merkels bayerischen Alliierten – drohen schwere Verluste. (14. Oktober 2018)
Christof Stache
1 / 12

CSU und Freie Wähler nahmen am Freitag Koalitionsverhandlungen auf. Unabhängig davon schwelt in der CSU der Streit über die Gründe für die Wahlpleite. In der Kritik steht dabei auch CSU-Chef Seehofer.

(AFP)

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch