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Sie geben den missbrauchten Mädchen eine Stimme

Zwei Frauen in Frankreich machen öffentlich, wie sie in der Kulturwelt sexuell belästigt wurden. Das ändert den Blick auf gefeierte Künstler.

Nadia Pantel, Paris
Sie gibt dem missbrauchten Mädchen, das sie einst war, eine Stimme: Die Verlegerin Vanessa Springora. Foto: Jean-Francois (Leemage)
Sie gibt dem missbrauchten Mädchen, das sie einst war, eine Stimme: Die Verlegerin Vanessa Springora. Foto: Jean-Francois (Leemage)

Das Buch, in dem Vanessa Springora ihre Wahrheit erzählt, ist in Frankreich noch nicht einmal seit zwei Wochen auf dem Markt und schon überall ausverkauft. Springora beschreibt, wie sie Ende der Achtzigerjahre als 14-jähriges Mädchen dem gefeierten Schriftsteller Gabriel Matzneff begegnet. Und wie der damals 50-jährige Autor das Kind zu seiner Liebhaberin macht. «Le Consentement» heisst Springoras Werk, die Einwilligung. Zu einem anderen Zeitpunkt wäre dem Buch wohl das Label «Skandalroman» verpasst worden. Nur dass es Springora nicht um den Skandal geht, sondern darum, skandalöse Zustände zu beenden.

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