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Spital muss offenlegen, wie es Anna Lindh behandelte

Vor sieben Jahren wurde die schwedische Aussenministerin in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen. Jetzt prüfen Experten, ob das Spital sie falsch behandelte.

Ein Tod, der das ganze Land aufwühlte: Gedenkfeier für die getötete Anna Lindh 2003.
Ein Tod, der das ganze Land aufwühlte: Gedenkfeier für die getötete Anna Lindh 2003.

Im Fall der vor sieben Jahren ermordeten schwedischen Aussenministerin Anna Lindh haben die Behörden eine Untersuchung der damaligen Notbehandlung im Stockholmer Krankenhaus Karolinska angeordnet.

Die Untersuchung werde ausländischen Experten anvertraut und solle bis spätestens Anfang 2011 abgeschlossen sein, teilte die schwedische Behörde für Gesundheit und Wohlfahrt am Mittwoch mit. Normalerweise würden keine Fälle untersucht, die länger als zwei Jahre zurückliegen. Im Mordfall Lindh sei eine Untersuchung wegen des «öffentlichen Interesses» allerdings «notwendig».

Auch die Klinik klagte

Lindh war am 10. September 2003 in einem Kaufhaus in Stockholm von einem psychisch kranken Mann niedergestochen worden. Die 46-jährige Aussenministerin erlag einen Tag später ihren Verletzungen. Die Untersuchung soll nun klären, ob das Krankenhaus Karolinska alles getan habe, um das Leben der Politikerin zu retten.

Die renommierte Klinik hatte Ende September ihrerseits Klage gegen die Behörde für Gesundheit und Wohlfahrt eingereicht, nachdem ein Experte die Behandlung Lindhs in einem Fernsehbeitrag in Frage gestellt hatte. «Wir haben keinen Hinweis, weder damals noch heute, dass wir irgendeinen Fehler gemacht hätten», sagte ein Sprecher des Krankenhauses.

(AFP)

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