Streit um Knochen von Diktator Franco ist entschieden

Francos Gebeine im «Tal der Gefallenen» bei Madrid dürfen umgebettet werden.

Die Umbettung der Knochen des 1975 verstorbenen Diktators Francisco Franco hat in Spanien eine heftige Diskussion über den Umgang mit der Vergangenheit ausgelöst. (Archiv)

Die Umbettung der Knochen des 1975 verstorbenen Diktators Francisco Franco hat in Spanien eine heftige Diskussion über den Umgang mit der Vergangenheit ausgelöst. (Archiv)

(Bild: Keystone)

Das Oberste Gericht Spaniens hat die Exhumierung der sterblichen Überreste des früheren Diktators Francisco Franco genehmigt. Das Gericht teilte am Dienstag mit, es habe einstimmig beschlossen, die Berufung von Francos Angehörigen gegen die Exhumierung abzulehnen.

Die Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte Francos Gebeine ursprünglich bereits im Juni exhumieren und umbetten, doch hatten die Richter den Plan auf Antrag von Francos Nachfahren zunächst gestoppt.

Über die Umbettung der Gebeine Francos wird in Spanien schon seit langem gestritten. Sein monumentales Mausoleum im Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen) nordwestlich von Madrid ist seit Jahren eine Pilgerstätte für Rechte und Rechtsextreme. Die Regierung will seine Überreste daher in einem kleineren Grab ausserhalb von Madrid neu beisetzen.

nag/sda

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