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Timoschenko blitzt mit Berufungsantrag ab

Die siebenjährige Haftstrafe für Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist von einem Berufungsgericht bestätigt worden. Das Urteil gegen die 51-Jährige ist somit rechtskräftig. Doch Timoschenko gib nicht auf.

Wegen Amtsmissbrauch verurteilt: Julia Timoschenko.
Wegen Amtsmissbrauch verurteilt: Julia Timoschenko.
Keystone

Ein ukrainisches Berufungsgericht hat die siebenjährige Gefängnisstrafe für die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko bestätigt. Das Urteil gegen die 51-jährige Politikerin wegen Amtsmissbrauchs sei damit rechtskräftig.

Dies teilte das Gericht nach Angaben von Medien in Kiew mit. Timoschenko war in dem international als politisch gesteuert kritisierten Verfahren wegen des Abschlusses von Gasverträgen mit Russland zum Nachteil der Ukraine für schuldig befunden worden.

Hoffen auf Strassburg

Die Oppositionsführerin hatte am Vortag erklärt, nicht mehr an dem Prozess teilzunehmen. Sie warf ihrem politischen Erzfeind, Präsident Viktor Janukowitsch, vor, das Gerichtssystem in der Ex- Sowjetrepublik zu manipulieren.

Timoschenko hofft demnach nun auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Strassburg. Wegen der Prozesse gegen Timoschenko und andere ehemalige Regierungsmitglieder hat die EU die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Ex-Sowjetrepublik auf Eis gelegt.

SDA/kpn

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