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Tiroler Bürgermeister blockieren Grenzübergang

Der seit Jahrzehnten geplante Eisenbahntunnel durch die Alpen verzögert sich wegen Finanzierungsschwierigkeiten. Dies passt den Tiroler Bürgermeistern überhaupt nicht.

Warten auf die Weiterfahrt: Lastwagenfahrer müssen sich bei der Brennerautobahn gedulden.
Warten auf die Weiterfahrt: Lastwagenfahrer müssen sich bei der Brennerautobahn gedulden.
Keystone

Aus Protest gegen die schleppende Realisierung des Brenner-Basistunnels haben Tiroler Bürgermeister mehrere Stunden die Brennerautobahn A13 und den Grenzübergang zwischen Österreich und Italien blockiert. Grössere Staus blieben bei der Aktion am Freitagvormittag aber aus, berichteten österreichische Medien.

Der seit Jahrzehnten geplante Eisenbahntunnel durch die Alpen soll für weniger Ferien- und vor allem Lastwagenverkehr durch Tirol und über den Brennerpass sorgen. Das bereits von Deutschland, Italien und Österreich beschlossene Projekt wird wegen Finanzierungsschwierigkeiten immer weiter verzögert.

Die 18 Bürgermeister des Nord- und Südtiroler Wipptals forderten von ihren Regierungen, dass der BBT so schnell wie möglich gebaut wird. Die Politik müsse zu ihren Aussagen gegenüber der Bevölkerung stehen, sagte der Obmann des Planungsverbands Wipptal und Bürgermeister von Mühlbachl, Alfons Rastner. Diese Aktion werde nicht die letzte sein.

Warten bis 2022

Die österreichische Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) hatte zuletzt angekündigt, einen Entscheid über die weitere Umsetzung des Bauvorhabens falle erst im Herbst. Sie wolle Grossvorhaben wie den BBT aus finanziellen Gründen neu bewerten.

Der Milliarden teure Tunnel sollte ursprünglich bereits 2015 fertig sein, im vergangenen Jahr wurde seine Einweihung aber auf Ende 2022 verschoben. Unter anderm Umweltschützer bezweifeln die Sinnhaftigkeit des BBT und befürchten ein Milliardengrab.

SDA/jak

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