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Tränengas im kosovarischen Parlament

Erneut haben nationalistische Abgeordnete in Pristina Tränengas eingesetzt, um eine Abstimmung zu verhindern. Fünf Personen wurden festgenommen.

Kurz vor einer Entscheidung über ein Grenzabkommen mit Montenegro zündete ein Oppositionsmitglied eine Tränengaskartusche. (Video: Tamedia/Mit Material von AP)

Das Parlament des Kosovos hat am Mittwoch eine Übereinkunft mit dem Nachbarn Montenegro ratifiziert und damit die Voraussetzung für die visafreie Einreise seiner Bürger in die EU geschaffen.

Zuvor hatten Abgeordnete der nationalistischen Partei VV Tränengas im Parlament eingesetzt, um die Abstimmung zu verhindern. Fünf Abgeordnete wurden festgenommen.

Für das Grenzabkommen mit Montenegro stimmten 80 der 120 Abgeordneten im Parlament in der Hauptstadt Pristina. Die EU hatte die Ratifizierung zur Bedingung für die Aufhebung der Visumspflicht gemacht.

VV-Abgeordnete hatten schon in der Vergangenheit mehrfach Tränengas im Parlamentssaal eingesetzt, um von der Partei abgelehnte Vereinbarungen zu verhindern. Sie lehnt auch Übereinkünfte mit Serbien ab, die in EU-vermittelten Gesprächen geschlossen wurden.

der Kosovo, das sich 2008 offiziell von Serbien unabhängig erklärte, ist das einzige Land des westlichen Balkan, das noch nicht auf der EU-Liste der visafreien Länder steht.

SDA/nag

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