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Ungarn setzt sich für die Integration der Roma ein

Die Integration der Roma beschäftigt die Europäische Union auch an einer Sonderkonferenz. Die Regierung Ungarns will das Thema zum kommenden Schwerpunkt der ungarischen EU-Präsidentschaft machen.

Die EU solle sich stärker für die Integration der Roma einsetzen: Ungarns Premierminister Viktor Orban (rechts) mit EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso (rechts) in Bukarest.
Die EU solle sich stärker für die Integration der Roma einsetzen: Ungarns Premierminister Viktor Orban (rechts) mit EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso (rechts) in Bukarest.
Keystone

Die Integration der Roma beschäftigt zunehmend die Europäische Union. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor rief am Dienstag auf einer EU-Sonderkonferenz in Rumänien alle Mitgliedstaaten auf, sich aktiv für die Verbesserung der Lage von Europas grösster Minderheit einzusetzen.

Die Kommission sei bereit, ihre Anstrengungen zur Integration der Roma zu verstärken, doch erwarte sie ebenso viel von den Mitgliedsländern, sagte Andor am ersten Tag einer EU-Konferenz zu Hilfsprogrammen für die Minderheit in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

Schwerpunkte Ungarns: Integration der Roma

Der für Fragen der Integration zuständige Kommissar bezeichnete es als «inakzeptabel», dass in einer der reichsten Regionen der Welt zahlreiche Roma-Kinder und Jugendliche in städtischen Ghettos in Armut und ohne gleiche Chancen aufwüchsen. Die Integration der Roma werde einer der Schwerpunkte der kommenden EU-Präsidentschaft Ungarns sein, sagte Regierungschef Viktor Orban.

Die Debatte um die Roma war im Juli ausgelöst worden von der Ankündigung der französischen Regierung, künftig härter gegen straffällige Roma vorzugehen. Seitdem räumten die französischen Behörden zahlreiche illegale Lager und schoben die rumänischen und bulgarischen Bewohner in ihre Heimatländer ab.

Die zehn bis zwölf Millionen Roma bilden Europas grösste Minderheit. Viele von ihnen haben mit Diskriminierung zu kämpfen und erhalten schwerer als andere Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnungen. Die grösste Roma-Gemeinde Europas lebt in Rumänien: Sie wird auf 530'000 bis 2,5 Millionen Mitglieder geschätzt.

SDA/ske

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