Weniger Migranten über die Türkei in die EU

Zwar ist die Zahl der Migranten zurückgegangen, der Druck aber bleibt hoch, heisst es in einem Bericht der EU-Kommission.

29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum: Flüchtlinge erreichen die Türkei. (25. April 2018)

29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum: Flüchtlinge erreichen die Türkei. (25. April 2018)

(Bild: Keystone Erdem Sahin)

Die Zahl der über die Türkei in die EU eingereisten Migranten ist in den ersten vier Monaten dieses Jahres deutlich zurückgegangen. Wie aus einem vertraulichen Bericht der EU-Kommission hervorgeht, aus dem die «Welt am Sonntag» zitiert, lag die Gesamtzahl der Ankünfte bis zum 5. Mai 2019 bei 11'217. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach noch 15'833 Ankünfte - ein Rückgang um 29 Prozent.

Fast alle Flüchtlinge kamen nach Angaben der EU-Kommission in Griechenland an, nur wenige in Bulgarien und Italien. Trotz des Rückgangs «bleibt der Druck an der Landgrenze zwischen der Türkei und Griechenland hoch», heisst es in dem Bericht. Die türkischen Behörden würden von einer «hohen Anzahl an Personen» berichten, die an einem Übertreten der Grenze nach Griechenland gehindert worden sei.

Ankara und Brüssel hatten sich im März 2016 auf ein Abkommen geeinigt, dass die illegale Einwanderung von zumeist syrischen Flüchtlingen über die Türkei nach Europa einschränken sollte. Dafür sagte die EU der Türkei Milliardenhilfen für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen Syrien-Flüchtlingen zu.

roy/SDA

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